Der Nachwuchs geht von Bord

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Diesen Zweikampf wird es nun wohl häufiger geben: Denn Marcos Alvarez (links) verlässt die Eintracht und spielt künftig für Bayern München II. Bereits am kommenden Freitag kommt es zum Duell gegen den OFC (hier Marc Heitmeier beim Licher Cup).

Frankfurt ‐ Heribert Bruchhagen und Michael Skibbe sind sich einig, die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten beiden Jahre fortzuführen. Von Peppi Schmitt

Das waren sich der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Eintracht und der Trainer schon vor zwei Wochen im Trainingslager in der Türkei und letzte Woche in Frankfurt. Jetzt ist der neue Einjahresvertrag für den Trainer zwar immer noch nicht unterschrieben, aber offiziell verkündet und per Handschlag besiegelt. Ein Jahr also „nur“ für Skibbe, doch der ist damit zufrieden.

In dieser Saison wird nach dem 0:1 von Hamburg wohl nicht mehr viel Außergewöhnliches passieren. Die Eintracht steckt fest im Mittelfeld, wird mit dem Abstiegskampf, so sich die Verletztenmisere verbessert, so wenig zu tun haben wie mit den internationalen Plätzen. Die Chance auf Europa haben die Frankfurter mit dem Fehlstart in die Rückrunde vergeben. Es wird nun vor allem darauf ankommen, Weichen zu stellen für die nächste Saison. Aus wirtschaftlichen Gründen muss der Kader verkleinert werden. Zu erwarten ist, dass in Cenk Tosun und Marcos Alvarez die beiden 19 Jahre alten Junioren-Nationalstürmer den Klub verlassen. Im Sommer wären sie ablösefrei, jetzt könnte die Eintracht noch ein paar Euro für sie bekommen.

Alvarez spielt für Bayern U23 am Freitag gegen den OFC

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Vorstand und Trainer hätten sie auf Sicht gerne behalten, doch eine sportliche Perspektive konnte Skibbe ihnen nicht bieten. Tosun will in die Türkei (Gaziantepspor oder Galatasaray) wechseln, Alvarez zur U23 des abstiegsbedrohten FC Bayern in die 3. Liga. Dort soll er bereits morgen gegen Unterhaching sein Debüt geben und am Freitag gegen den OFC spielen. Alvarez, der in der Jugend des OFC spielte, wird einen Profivertrag bis zum Saisonende plus einjähriger Option unterschreiben. Den letzten Ausschlag für den Wechsel habe das Spiel in Hamburg gegeben, als Alvarez erneut nur auf der Bank gesessen hatte.

Die 0:1-Niederlage hat weitere Fingerzeige gegeben, positive wie negative. Mit Ricardo Clark und Rode haben zwei Spieler Bundesligatauglichkeit unter Beweis gestellt, von denen es vorher nicht unbedingt zu erwarten gewesen war. Andere, die schon länger dabei sind, taten das nicht. Der Brasilianer Caio und der Tscheche Martin Fenin, vor zwei Jahren für zusammen fast acht Millionen Euro geholt, setzten einmal mehr keine Akzente.

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