Nerven in Frankfurt sind angespannt

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Georgios Tzavellas

Frankfurt (sp) - Am kommenden Dienstag endet die winterliche Transferperiode im Profifußball. Bis dahin sollen auch bei der Frankfurter Eintracht noch viele Entscheidungen fallen.

Patrick Helmes vom VfL Wolfsburg soll kommen, zumindest Georgios Tzavellas, Ricardo Clark, Dominik Schmidt und Habib Bellaid sollen gehen.

Die Pläne sind bekannt, doch richtig Bewegung ist in die Verhandlungen immer noch nicht gekommen. Und so wird es sein wie so oft in den letzten Jahren. Am letzten Tag werden Transfers dann in großer Hektik und mit großem Zeitdruck perfekt gemacht, in der Hoffnung auf fallende Preise. Das ist nicht nur bei der Eintracht üblich.

Dass sich kurzfristig noch etwas tut, ist mehr als fraglich. Derzeit herrscht auf dem „Spielermarkt“ die Ruhe vor dem Sturm, der dann am Montag und Dienstag losbrechen wird. So bezeichnete gestern der Spielerberater Paul Koutsoliakos Meldungen, sein Klient Tzavellas würde unmittelbar vor einem Wechsel zum TSV 1860 München stehen, als unzutreffend. „Das hat selbst mich überrascht“, sagte er, „das ist bei weitem nicht so konkret, wie es geschrieben wurde. Für den 24 Jahre alten Tzavellas gebe es Anfragen aus dem In- und Ausland, sagt Koutsoliakos: „Ich verhandele kreuz und quer in Europa.“

Seit Jahresbeginn bei Panionios Athen

Tzavellas trainiert seit Jahresbeginn bei seinem ehemaligen Klub Panionios Athen, wird dabei aber weiter gut bezahlt von der Eintracht. Koutsoliakos nennt es „bezahlten Urlaub“, nachdem die Eintracht den griechischen Nationalspieler vom Training in Frankfurt freigestellt hatte. Ziel aller Verhandlungen sei es „in erster Linie einen neuen Verein zu finden, wo er spielen kann.“ Denn Tzavellas will noch auf den Europameisterschaftszug aufspringen, dafür braucht er dringend Spielpraxis. Die Modalitäten eines Wechsels seien „völlig offen“, sagt der Berater, die Eintracht wünsche natürlich einen Verkauf, wäre aber auch mit einem Leihgeschäft einverstanden. Vor eineinhalb Jahren haben die Frankfurter 1,2 Millionen Euro Ablöse für den Verteidiger nach Athen überwiesen. „Ich gebe mein Bestes, dass der Wechsel klappt“, sagt der Berater, der von beiden Seiten dazu gedrängt wird, eine Lösung zu finden, „am Ende aber entscheiden es andere.“ Komme es zu keinem Wechsel bis zum 31. Januar werde Tzavellas zur Eintracht zurückkehren.

Und so bleiben auch in Frankfurt die Nerven von Vorstandschef Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Bruno Hübner angespannt, denn nach wie vor steht die Vorgabe des Aufsichtsrates, wegen der gar nicht rosigen Finanzlage, sich von Spielern zu trennen.

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