Neue Rolle für Sebastian Rode

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Kleines Dienstgespräch nach dem Training? Trainer Armin Veh und Sebastian Rode.

Frankfurt - . Nach dem Training gestern hat Armin Veh Sebastian Rode in den Arm genommen. Vielleicht hat der Trainer der Frankfurter Eintracht den 21-Jährigen getröstet, weil dieser trotz konstant guter Leistungen nicht im Kader der deutschen U21 steht. Von Peppi Schmitt

Vielleicht hat Veh den Mittelfeldspieler aber auch nur im kleinen Dienstgespräch darauf vorbereitet, am Sonntag bei der Partie in Paderborn in einer neuen Rolle zu spielen.

Die Nichtnominierung Rodes für das EM-Qualifikationsspiel am 29. Februar um 18.15 Uhr in Halle an der Saale gegen Griechenland jedenfalls ist dem Frankfurter Trainer sogar recht. „Da kann er sich ganz auf uns konzentrieren“, sagte Veh trocken. Zuvor hatte er Rode beim internen Trainingsspielchen eine Halbzeit mal links im Mittelfeld üben lassen, sodass in der Zentrale neben Matthias Lehmann Platz für Pirmin Schwegler frei wurde. Benjamin Köhler war in diesem Fall der Leidtragende, der aus der jüngst so erfolgreichen Elf seinen Platz vorübergehend verloren hatte.

Diese Variante könnte durchaus auch fürs Spiel in Paderborn in Frage kommen, sagte Veh. Allerdings will er sich die nächste Übungseinheiten noch genau anschauen und erst dann entscheiden, ob er seinen von einem Zehenbruch genesenen Kapitän tatsächlich wieder von Beginn an aufstellt. Die alte englische Fußball-Weisheit „never change a winning team“, ändere nie eine erfolgreiche Mannschaft, hält er nicht mehr für zeitgemäß. Von Woche zu Woche müssten Trainer heutzutage schauen, „was am besten gegen den nächsten Gegner passt.“ Gerade gegen Paderborn, die zuletzt in der zweiten Halbzeit gegen Dresden 75 Prozent Ballbesitz hatten, könnte ein ballsicherer Spieler wie Schwegler besonders wichtig werden.

Hohes Niveau bei Übungsspielen

Taktische Wechsel können vor allem dann erfolgversprechend sein, wenn ein Trainer über so viele Möglichkeiten verfügt wie aktuell der Frankfurter. Und wenn er Spieler in seinen Reihen hat, die auf vielen Positionen einsetzbar sind. Wie Rode einer ist. Dem ehemaligen Offenbacher attestiert Veh, „dass er auf der Sechs spielen kann, aber auch auf der Acht oder sogar auf der Zehn.“ Im Grunde ist Rode, Spitzname „Seppl“, also geeignet für alle Positionen im Mittelfeld.

Mit Zufriedenheit sieht der Frankfurter Fußball-Lehrer das hohe Niveau, das in den aktuellen Übungsspielen herrscht. Dies sei kein Vergleich mehr zur Vorrunde, „da liegen Welten dazwischen“. Dabei hat die Eintracht personell gar nicht so viel verändert im Winter und mit Patrick Helmes sogar einen Wunschkandidaten nicht bekommen. Martin Amedick, Heiko Butscher und Sonny Kittel sind hinzugekommen, Theofanis Gekas, Georgios Tzavellas und Ricardo Clark sind gegangen. Und doch sind die Trainingsspiele in diesen Tagen und Wochen keine klare Sache mehr für die Stammelf wie noch im letzten Halbjahr. Gestern ging es ziemlich zur Sache zwischen „A“ und „B“ und keine der beiden Mannschaften konnte einen Treffer erzielen. Veh hat es mit Wohlwollen registriert. Die Organisation bei der B-Elf sei viel besser geworden, wohl ein Verdienst von Amedick, der an seiner Seite aber auch Stammkräfte aus dem ersten Teil der Saison hatte wie Constant Djakpa, Schwegler oder Köhler und Mohamadou Idrissou.

Heute, 18 Uhr, spielen:

Dynamo Dresden - MSV Duisburg

1. FC Union Berlin - 1860 München

Hansa Rostock - FC Ingolstadt 04

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