„Ich fühle mich wohl hier“

Neuer Rebic-Vertrag enthält wohl eine Ausstiegsklausel

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Ante Rebic bleibt und ist „Zugpferd und Schlüsselspieler“ für Trainer Adi Hütter

Frankfurt - Nicht Manchester United, nicht FC Sevilla, nicht Inter Mailand und auch nicht Bayern München – Ante Rebic bleibt bei der Frankfurter Eintracht. Von Peppi Schmitt

Der kroatische Nationalspieler hat seinen Vertrag nun sogar vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2022 verlängert. „Ante wurde von einigen Topklubs umworben und hatte wirtschaftlich bessere Angebote vorliegen“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic, „es spricht für uns, dass wir einen so starken Spieler halten konnten.“ Rebic bestätigte „finanziell bessere Angebote“, ihm sei es aber „eine Ehre“ für die Eintracht zu spielen. „Ich fühle mich wohl hier, darum war klar, dass ich in Frankfurt bleibe“, sagte er in der offiziellen Pressekonferenz. Doch natürlich ging es nicht nur um den „Wohlfühlfaktor“, sondern ganz sicher auch um sportliche Perspektiven und ums Geld.

Zum einen hat es offenbar nicht die ganz großen werthaltigen Angebote von europäischen Spitzenklubs gegeben, zum anderen wurde dem 24 Jahre alte Kroaten die Vertragsverlängerung mit einer deutlichen Gehaltserhöhung versüßt. Und, nicht bestätigt, aber ziemlich wahrscheinlich, wurde auch eine Ausstiegsklausel für die nächsten Jahre verankert. Somit haben beide Seiten von der nun getroffenen Regelung profitiert. Für die Eintracht sei es ein „Meilenstein, dass wir so einen Unterschiedsspieler halten können“, betonte Sportchef Bobic. Und der Spieler kann in seinem gewohnten Umfeld sportlich weiter reifen und deutlich mehr verdienen.

Jahresgehalt von drei Millionen Euro

Trainer Adi Hütter freut sich jedenfalls erst einmal „über ein Jahr, das Ante weiter bei uns spielt.“ Was danach komme, sei offen. Rebic sei ein „Zugpferd und Schlüsselspieler“ für die neue Mannschaft. Er sei dem Klub dankbar, dass es gelungen sei einen solchen „Qualitätsspieler“ zu halten. Dafür sei die Eintracht „an ihre Grenzen gegangen“, so Bobic, und habe „alles reingelegt.“ Angeblich soll Rebic mit einem Jahresgehalt von drei Millionen Euro zum Höchstverdiener aufgestiegen sein. Der finanzielle Kraftakt zeige auch, „dass wir wirtschaftlich einen Schritt nach vorne gemacht haben.“

Marktwerte der Spieler von Eintracht Frankfurt: Bilder

Gacinovic lobt Adi Hütter

Auch im zwischenmenschlichen Bereich wurden alle Register gezogen, um den Starstürmer zu halten. „Wir haben auch kommunikativ alles getan“, sagte Bobic. Der Vorstand, Manager Bruno Hübner und Trainer Adi Hütter hatten in den letzten Tagen intensive Gespräche mit Rebic und dessen Berater geführt. Und dann hatte sich auch noch Freund und Kollege Mijat Gacinovic eingemischt. „Mijat hat den Trainer in den höchsten Tönen gelobt“, erzählte Rebic, „ich habe jetzt auch ein Supergefühl mit dem Trainer.“

Sportchef Bobic hat nach der Vertragsverlängerung gleich einen Wunsch geäußert. „Vielleicht ist er ja am Sonntag gegen die Bayern schon gut drauf“, sagte er mit einem Augenzwinkern, „ich verlange ja nicht viel von ihm, aber zwei Tore könnten es schon sein“. Wie vor ein paar Wochen im Pokalendspiel...

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