Großprojekt bis Ende 2019

Neues Eintracht-Camp: Bald rollen die Bagger

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Symbolbild

Frankfurt - Wer noch einmal auf der Anlage am ehemaligen Waldstadion Tennis spielen möchte, sollte sich beeilen. Ab Samstag werden die Plätze, das kleine Tennisstadion, in dem einst Steffi Graf gespielt hat, und der komplette Umkleide- und Bürotrakt geschlossen. Und dann rollen bald die Bagger. Von Peppi Schmitt

Auf dem rund 17.000 Quadratmeter großen Gelände am Rande der WM-Arena wird die Frankfurter Eintracht ja ihr neues „Profi-Camp“ bauen. Das Gelände wurde von der Stadt Frankfurt zur Verfügung gestellt, die Eintracht wird es in Erbpacht übernehmen. Für die wegfallenden Tennisplätze muss die Eintracht für Ersatz sorgen. Im Gespräch sind darum der Bau weiterer Tennisplätze auf der Vereinsanlange im Osten der Stadt am Riederwald.

Die letzten Mieter des Gebäudes an der Tennisanlage sind inzwischen ausgezogen. Zunächst war das die IT-Abteilung der Eintracht, die im benachbarten Gebäude der Sportartikel-Firma „Nike“ eine zwischenzeitliche neue Heimat gefunden hat. Und jetzt auch die „Sportpark Stadion Frankfurt am Main“ (SSF)-Gesellschaft, die in den letzten Jahrzehnten für den Betrieb der Tennisanlage verantwortlich war. „Jetzt kann es losgehen“, sagt Stefan Hollander, der von der Eintracht beauftragte Projektleiter. Der 49 Jahre alte Hollander hatte schon den Um- und Neubau des Vereinsgeländes am Riederwald in verantwortlicher Position geleitet. „Was jetzt hier passiert, ist viel größer und komplexer“, sagt Hollander, „die Herausforderungen sind viel höher.“ Für den Rückbau der Tennisanlage muss die Stadt Frankfurt zunächst 1,5 Millionen Euro aufwenden.

Nicht nur die Profis der Eintracht sollen eine neue Heimat finden in moderneren, größeren, den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entsprechenden Räumlichkeiten. Auch die Geschäftsstelle der Fußball AG, die aktuell noch in beengten Verhältnissen im zweiten Stock der Arena arbeitet, wird in das neue Bauwerk integriert. Am Ende der Baumaßnahmen, geplant für Ende 2019, wird auch die Zersplitterung der „Fußball AG“ ein Ende haben. Dann sollen auch die „Außenstellen“, wie jetzt das Ticketing, das in Dreieich beheimatet ist, wieder im großen Ganzen zusammengeführt werden.

Bilder: Eintracht-Fans früher und heute

In der nächsten Woche rückt schon die „Mainova“ an und wird den Rückbau von Gas, Strom und Wasserleitungen organisieren. Danach, so Mitte, Ende April sollen dann die Bagger rollen. Rund drei Monate, so erwartet es Stefan Hollander, werden die Abrissarbeiten dauern. Die genauen Pläne des angeblich über 30 Millionen Euro großen Bauvorhabens wird die Eintracht im Sommer der Öffentlichkeit vorstellen. Intern sind die Planungen weit fortgeschritten, als letzte Instanz muss noch der Aufsichtsrat im Detail zustimmen.

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