Niederlage kostet Millionen Euro

Das 0:2 tut der Eintracht finanziell „richtig weh“

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Eintracht-Torwart Kevin Trapp ist machtlos beim Leverkusener Führungstreffer durch Gonzalo Castro (rechts), der den Ball unhaltbar einschiebt.

Frankfurt - Das 0:2 gegen Bayer Leverkusen war eine der teuersten Niederlagen, die die Frankfurter Eintracht seit vielen Jahren hat hinnehmen müssen.

Sie hat den Klub Millionen Euro gekostet, weil die Frankfurter nicht nur in der Tabelle vom elften auf den 13. Platz zurückgefallen sind, sondern auch in der Fernsehgeld-Tabelle an Boden verloren haben. „Das tut uns richtig weh“, sagte Finanzvorstand Axel Hellmann.

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Auch der jüngste Beschluss des Vorstandes der Deutschen Fußball-Liga (DFL), der den Verteiler-Schlüssel für die TV-Gelder geändert hat, bereitet dem Frankfurter Finanzchef Sorgen. Ab der neuen Saison wird nämlich nicht mehr das sportliche Abschneiden der laufenden Spielzeit einbezogen. Für die Berechnung der Beträge werden fortan die Endplatzierungen der vergangenen fünf Spielzeiten zu Grunde gelegt. Damit kann eine unbekannte Variable aus den Haushaltsplänen der Klubs gestrichen wird. Die Vereine wissen damit bereits vor Saisonstart genau, mit welchen Summen sie planen können. Für die Eintracht heißt dies, dass sie sich in der kommenden Saison im TV-Ranking kaum verbessern kann. „Es gibt Vereine, die von der neuen Regelung profitieren“, sagt Hellmann, „wir gehören nicht dazu“.

Den Spielern waren die TV-Millionen offenbar egal. Jedenfalls war es beim internen Trainingsspielchen „Jung gegen Alt“ unter der Woche kämpferischer zugegangen als gegen Leverkusen. „Das war nicht bundesligatauglich“, urteilte Trainer Veh. Der Trainer hatte für Tranquillo Barnetta (Muskelverletzung) und Alexander Madlung (Hexenschuss) Marc Stendera (18) und Marc-Oliver Kempf (19) aufgeboten. Stendera wirkte nach langer Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses zu langsam, musste zur Pause wieder runter. „Es ist vielleicht gar nicht so schlecht, dass sie gesehen haben, dass ein Stück fehlt“, urteilte Veh noch milde.

Eintracht gegen Leverkusen mit Veh-Verabschiedung

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Dass Pirmin Schwegler zunächst auf der Bank geblieben war, war sein eigener Wunsch. „Ich habe drei Wochen im Bett gelegen“, sagte er, „mir fehlt noch Kraft“. Erst in der 72. Minute schickte Veh seinen Kapitän aufs Feld. Womöglich zur Abschiedsvorstellung. Denn ein Wechsel nach Hoffenheim gilt als wahrscheinlich.

sp

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