Nikolov hält und schmollt

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Oka Nikolov hat in dieser Saison bereits drei Mal zu Null gespielt, 79 Prozent der Schüsse auf sein Tor gehalten und mit dem parierten Elfmeter in Kaiserslautern beim Stand von 0:0 den Grundstein zum 3:0-Sieg der Eintracht gelegt.

Frankfurt ‐ Oka Nikolov ist in diesen Tagen so wenig umstritten bei der Eintracht wie selten in den letzten Jahren. Die Fans haben ihn nach seiner Elfmeterparade in Kaiserslautern begeistert gefeiert. Nikolov müsste also rundherum zufrieden sein. Von Peppi Schmitt

Und doch geht ihm ausgerechnet in diesen erfolgreichen Tagen abseits des Platzes jene Souveränität ab, die ihn auf dem Spielfeld auszeichnet. Seit einiger Zeit will er mit Teilen der Medienvertreter nicht mehr reden.

Nikolov habe sich „ungerecht behandelt“ gefühlt, erklärt Michael Skibbe, „die Kritik an der Mannschaft und an ihm selbst sei zu hart gewesen.“ Skibbe teilt diese Meinung nicht, akzeptiert aber, „dass Spieler halt manchmal empfindlich sind.“ Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat gestern mit dem Torwart ein Gespräch über dessen öffentliches Auftreten geführt, nachdem Nikolov trotz Bruchhagens Aufforderung nach dem Abpfiff in Kaiserslautern Interviews verweigert hatte. Auch gegenüber dem Eintracht-Chef hat Nikolov seine Kritik an den Kritikern wiederholt. Manch Einschätzung seiner Leistung sei „unterste Schublade“ gewesen, hat er gegenüber Bruchhagen geäußert. Eine offizielle Anweisung an Nikolov, grundsätzlich für Interviews zur Verfügung zu stehen, wollte Bruchhagen nicht geben: „Ich habe ihm aber nahegelegt, darüber noch einmal in Ruhe nachzudenken.“

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