Zuletzt schwaches Duo

Occean und Inui haben bei Veh weiterhin Kredit

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Vadim Demidov (rechts) rückt gegen Fürth in der Innenverteidigung an die Seite von Bamba Anderson (links).

Frankfurt (sp) - Carlos Zambrano ist verletzt, Pirmin Schweglers Einsatz wegen einer Verletzung gefährdet. Zudem haben Takashi Inui und Olivier Occean in Stuttgart schlecht gespielt.

Beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt gibt es vor dem Heimspiel am Freitag gegen Mitaufsteiger Spvgg. Greuther Fürth einige Baustellen. Aber Trainer Armin Veh geht mit den plötzlich aufgetretenen Personalproblemen gelassen um und macht keine großen Geheimnisse um seine Überlegungen.

Demnach steht bereits fest, dass Vadim Demidov anstelle von Zambrano (Zehenbruch) links in der Innenverteidigung spielen wird – so wie vor drei Wochen bei der Partie in Mönchengladbach. Damals für Bamba Anderson, diesmal neben Anderson. Es sei für jeden Spieler schwer, der in die eingespielte Truppe komme, sagt Veh, „aber es ist auch nicht dramatisch“. Demidov geht die Aufgabe jedenfalls mit viel Selbstvertrauen an. Zu Beginn der Saison sei er noch nicht in Bestform gewesen, sagt er, „jetzt bin ich aber bei 100 Prozent“. Bange sei ihm daher vor seinem ersten Heimauftritt keineswegs. „Ich habe gezeigt, dass ich da bin, wenn ich gebraucht werde“, sagt er. Auf der Bank sitzen wird der 17 Jahre alte Marc-Oliver Kempf, der wie Marc Stendera einen Vertrag bis 2015 unterschrieben hat, der mit dem 18. Geburtstag in Kraft tritt.

Sauer auf Schiedsrichter Peter Gagelmann

Der Trainer ist noch immer sauer auf Schiedsrichter Peter Gagelmann. Nicht nur der nicht gegebene Handelfmeter und der zu Unrecht aberkannte Ausgleichstreffer in Stuttgart ärgern Veh, sondern die gesamte Spielleitung. Er wolle sich nicht über die Härte des Gegners beschweren, sagte der Trainer: „Aber der Schiri muss das halt mal unterbinden.“ Der fehlende Spielrhythmus lag aber nicht nur an der Leistung des Unparteiischen, sondern vor allem daran, dass Spielmacher Pirmin Schwegler kurzfristig mit Adduktorenproblemen ausgefallen war. „Es wird jeden Tag besser“, sagt Veh: „Aber wir müssen weiter abwarten.“ In der Startelf bleiben wird Inui. Der Japaner war in Stuttgart nach schwacher Leistung zur Pause ausgewechselt worden, hat aber noch Kredit. Bisher habe Inui eine „richtig gute Saison gespielt“, so der Trainer Veh, „wenn er mal ausgewechselt wird, darf man das nicht überbewerten“. Auf der linken Seite vertraut Veh also weiter dem flinken Dribbler.

Karim Matmour, der in den vergangenen Partien gegen Hannover und Stuttgart gut gespielt hat, wird hingegen womöglich auf der Bank sitzen. Denn auch Mittelstürmer Occean wird gegen seinen Ex-Klub trotz wenig überzeugender Leistungen in der Startelf bleiben. So schnell entzieht der Eintracht-Coach keinem Spieler das Vertrauen.

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