Ochs sieht für die Eintracht rosige Zukunft

Frankfurt ‐ Patrick Ochs sieht eine „rosige Zukunft“ für Eintracht Frankfurt, „wenn wir uns taktisch noch ein bisschen weiterentwickeln und dadurch die Ordnung im Spiel noch länger behalten.“ Von Peppi Schmitt

Ochs, der den verletzten Brasilianer Chris seit Wochen als Kapitän vertritt, bezeichnet 2010 als „ein gutes Jahr für Eintracht Frankfurt“. Die von der Mannschaft gesetzten Ziele seien sowohl in der Rückrunde der letzten Saison als auch in der Vorrunde dieser Saison erreicht worden. „Wir haben uns peu à peu weiterentwickelt“, sagt der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler.

Das Ausscheiden aus dem Pokal sei ein Rückschlag gewesen, mit dem sich die Mannschaft aber nicht weiter beschäftigen sollte. Die Hoffnung auf die Rückkehr nach Europa sei bei drei Punkten Rückstand auf die internationalen Plätze durchaus vorhanden, „aber realistisch gesehen müsste wirklich alles optimal laufen, damit wir das schaffen können.“ Gerade die jüngere Vergangenheit hätte aber gezeigt, dass es einen optimalen Saisonverlauf wegen der vielen verletzten Spieler bei der Eintracht eher selten gebe. Die Chance liege in den ersten Rückrundenspielen, denn da könnten gegenüber dem schwachen Start in die Vorrunde Punkte gut gemacht werden. Dass der Verein auf Neuzugänge im Winter trotz der unsicheren Situation um Chris, Russ und Franz verzichten will, findet der Kapitän „völlig in Ordnung“. Die Mannschaft habe bewiesen, „dass wir auch mit Schwegler oder Clark in der Abwehr gut spielen und gegen den Tabellenführer gewinnen können“.

2010 war ein gutes Jahr

Die gute Entwicklung der Mannschaft hänge eng mit der Arbeit im Training zusammen. Die vom Trainer favorisierten ständig wiederkehrenden Passübungen bildeten die Grundlage für die spielerische Stärke.

Der in Dreieich lebende Ochs würde es begrüßen, wenn Trainer Skibbe und Spielmacher Schwegler ihre Verträge verlängern würden. Dies wäre auch nach Außen ein Zeichen, „dass es hier weiter aufwärts geht.“ Auch mit ihm wird Vorstandschef Heribert Bruchhagen in den nächsten Wochen Gespräche aufnehmen, denn Ochs' Vertrag läuft zwar noch bis zum Sommer 2012, doch gibt es eine Klausel, dass er für drei Millionen Euro schon in diesem Sommer gehen könnte.

Nicht nur für die Eintracht sei 2010 ein gutes Jahr gewesen, auch für ihn selbst. Mehr Tore hatte sich Ochs für diese Saison vorgenommen und weniger Gelbe Karten. Beides hat geklappt. „Zwei Tore sind immerhin doppelt so viele wie in der letzten Saison, aber natürlich noch nicht genug“, sagt er. Und drei Gelbe Karten, einmal Gelb-Rot, sei auch eine positive Entwicklung. „Ich bin etwas ruhiger geworden“, sagt Ochs, „und als Kapitän kann man auf dem Platz auch mal ein Wort mehr sagen, ohne gleich verwarnt zu werden.“

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