Offenbach ist wichtiger als Italien

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Pirmin Schwegler

Hermagor - (sp) Der von Bayer Leverkusen gekommene Schweizer Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler (22) hat sich bei Eintracht Frankfurt viel vorgenommen.

Warum haben Sie sich für Frankfurt entschieden?

Bei Bayer hatte ich das Image eines Ergänzungsspielers. Ich war immer zur Stelle, wenn ich gebraucht wurde, aber reinspielen ins Team war schwierig.

Der Kontakt zur Eintracht bestand schon einige Zeit. Waren Sie zuletzt ungeduldig?

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Ich habe schon vor vier Wochen in Frankfurt mit Herrn Bruchhagen und Charly Körbel gesprochen. Von diesem Moment an war mir klar, dass ich zur Eintracht will. Ich war bereit, finanzielle Einbußen hinzunehmen. Für mich zählt nicht allein das Geld, sondern auch Werte wie Identifikation, Dankbarkeit oder Treue. Dieser ganze Verein hat mir imponiert. So viele Spiele wie Charly Körbel werde ich nicht machen, aber ich will so viele wie möglich machen.

Ist Michael Skibbe ein Förderer von Ihnen?

Er ist sicher eine Hilfe, aber auf dem Platz muss ich mir selbst helfen. Der Trainer ist da zum Führen, aber man muss es selbst ausführen.

Sie haben zweimal Einsätze in der Nationalmannschaft wegen Verletzungen verpasst. Sind Sie verletzungsanfällig?

Zuletzt hatte ich Pech mit Innenband- und Meniskusverletzungen im Knie. Aber es gibt Schlimmeres im Leben, deshalb habe ich es locker genommen und mich wieder rangekämpft.

Was gibt es Schlimmeres für einen Fußballer als Verletzungen?

Als kleines Kind hatte ich Leukämie. Da ist eine Knieverletzung nicht der Rede wert.

Was sind Ihre sportlichen Ziele mit der Eintracht?

Ich will natürlich Erfolg haben mit der Eintracht und persönlich ein Teil der Mannschaft werden.

Am 12. August spielt die Schweiz gegen Italien. Ist das ein Ziel für Sie?

Jeder Fußballer hat den Traum, irgendwann für sein Land zu spielen. Aber für mich gibt es vorher wichtigere Spiele. Ich habe gleich erfahren, welche Bedeutung für alle das Pokalspiel gegen Offenbach hat. Ich weiß, was da von uns erwartet wird.

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