Preuß vor dem Aus - Nikolov vor dem Abgang

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Christoph Preuß

Frankfurt ‐ Heute Mittag will Christoph Preuß vor die Presse treten und eine Erklärung abgeben. Es ist durchaus damit zu rechnen, dass der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler der Frankfurter Eintracht das Ende seiner aktiven Karriere bekannt gibt. Von Peppi Schmitt

Nach seinem viel beachteten Comeback am letzten Samstag beim Bundesligaspiel in Nürnberg sind wieder Probleme mit dem schon viermal operierten rechten Knie aufgetreten. „Er hat sich einen Einriss im Außenmeniskus zugezogen“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. „Und es gibt womöglich noch weitere Schädigungen.“ Die Bilder der Röntgenaufnahmen und der Kernspintomografie wurden von Mannschaftsarzt Dr. Matthias Feld an den Augsburger Spezialisten Dr. Ulrich Boenisch geschickt, der das weitere Vorgehen mit dem Patienten besprechen will.

Bruchhagen: „Das ist eine Tragödie“

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Preuß war gestern „tief deprimiert“, berichtete der Eintracht-Chef vom Gespräch mit dem Spieler. Die gesamte Eintracht zeigte sich geschockt vom neuerlichen Pech des Profis. „Das ist eine Tragödie“, sagte Bruchhagen. „Das ist für alle schlimm, besonders aber für Christoph“, zeigte Trainer Michael Skibbe Mitgefühl. Preuß hatte wegen eines Knorpelschadens ab November 2007 mehr als zwei Jahre nicht Fußball spielen können und musste in dieser Zeit vier Knieoperationen über sich ergehen lassen, die letzte beim amerikanischen Spezialisten Dr. Richard Steadman in Vail. Im letzten halben Jahr hatte er sich dann mit viel Ehrgeiz und Geduld zurückgekämpft.

Nikolov schlägt Angebot der Eintracht aus

Seinen Stammtorwart wird die Eintracht wohl auch bald verlieren. Oka Nikolov will zum US-Club Red Bull New York. Der 35 Jahre alte Torhüter hat ein Angebot der Hessen zur Vertragsverlängerung abgelehnt und möchte schon Ende März in die amerikanische Major League Soccer wechseln. „Herr Nikolov hat uns mitgeteilt, dass er das Angebot, seinen Vertrag um zwei Jahre und zu verbesserten Konditionen zu verlängern, nicht annehmen wird und in die USA möchte“, sagte Frankfurts Vorstandschef Bruchhagen. Allerdings haben Eintracht-Coach Michael Skibbe und er den Kampf um den Routinier, der seit 15 Jahren bei der Eintracht spielt, noch nicht aufgegeben. „Unser Angebot steht nach wie vor. Wenn Oka in die USA wechseln möchte, muss er auf uns zukommen, um seinen Vertrag aufzulösen. Wenn das so weit ist, werden wir entscheiden, ob wir seinem Wunsch entsprechen“, sagte Bruchhagen. Der Vertrag von Nikolov in Frankfurt läuft zum 30. Juni 2010 aus.

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