Ante Rebic fällt gegen Schalke aus

Schreck für die Eintracht: Abraham muss pausieren

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David Abraham.

Frankfurt - Bangen um David Abraham: Am Dienstag humpelt der Verteidiger vom Platz, am Mittwoch trainiert er gar nicht. Dennoch soll einem Einsatz am Samstag gegen Schalke nichts im Weg stehen. Von Peppi Schmitt

Wenn in diesen Tagen mal Spieler beim Training der Frankfurter Eintracht fehlen oder kürzer treten, hat das nicht immer eine große Bedeutung. Oft ist dies nur Teil der Trainingssteuerung. Wenn sich aber David Abraham am Dienstag nach dem Training mit einem Eisverband ums Knie leicht humpelnd vorzeitig Richtung Kabine bewegt und jener Abraham am Mittwoch dann überhaupt nicht auf dem Platz steht, dann läuten die Alarmglocken. Denn Abraham ist der einzige bundesligaerfahrene Innenverteidiger, der Trainer Niko Kovac zur Verfügung steht. Sollte ausgerechnet er für den Saisonstart am Samstag gegen Schalke 04 ausfallen, wäre das der schwerste personelle Schlag, der die Eintracht treffen könnte.

Doch der Trainer gab vorsichtige Entwarnung. Die Trainingspause sei nur eine „Vorsichtsmaßnahme“, sagte Niko Kovac, Abrahams Einsatz sei „nicht in Gefahr“. Das ist eine gute Nachricht. Es gab heute aber auch weniger gute. Denn jetzt steht fest, dass Ante Rebic nicht spielen kann. Der Neuzugang aus Florenz war schon für das Pokalspiel in Magdeburg wegen einer Mandelentzündung ausgefallen und wurde seitdem auf dem Platz nicht mehr gesehen. Beim kroatischen Nationalspieler müssen wegen der vereiterten Mandeln weitere Blutuntersuchungen vorgenommen werden. Rebic könne nicht spielen, sagte der Trainer.

Und es gibt noch zwei weitere Kandidaten, die womöglich nicht ganz im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Guillermo Varela hat sich heute nur auf dem Ergometer bewegt. Ihm bereitet diesmal der große Zeh Schmerzen, nachdem ihm einer der Kollegen am Vortag auf den Fuß getreten war. Schon in den Wochen zuvor hatte der 23 Jahre alte Verteidiger aus den unterschiedlichsten Gründen immer mal zuschauen müssen. Spielbereit aber soll er für Samstag sein. Deutlich besser geht es Haris Seferovic, nachdem er am vergangenen Freitag einen Zahn gezogen bekommen hat. Zwar absolvierte er heute auch nur Einzeltraining, aber der Ball war schon mit im Spiel.

Am Donnerstag soll er gemeinsam mit den Kollegen üben. Beim Schweizer Nationalspieler bestehe „Hoffnung, dass er spielen kann“, sagte der Trainer. Ein anderer Profi ist in mühsamer Kleinarbeit wieder an die Mannschaft herangeführt worden. Jesus Vallejo, einer der Neuen aus Spanien, fühlt sich bereit für einen ersten Einsatz. „Es geht immer besser“, sagt er, „ich bin bereit.“ Eine Muskelverletzung im Oberschenkel hatte den aus Saragossa geholten Abwehrspieler früh während der Vorbereitung gestoppt. Die Verletzung sei eine Nachwirkung aus der vergangenen Saison, räumte er ein. Er hat die Probleme also schon aus Spanien mitgebracht. Nun aber soll alles ausgestanden sein. Und Vallejo ist voll des Lobs über die Professionalität bei seinem neuen Arbeitgeber.

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Die Trainingseinheiten vor den eigentlichen Trainingseinheiten, also die Vorbereitungen in der Kabine und im Kraftraum, gehörten zu den größten Unterschieden gegenüber seiner Heimat. „Mit gefällt das und es kommt mir auch zugute“, sagt er. Das Pokalspiel in Magdeburg hat Vallejo bei aller Konzentration auf eine mögliche Einwechslung doch ziemlich staunend erlebt. Die Atmosphäre sei für ihn eine neue Erfahrung gewesen.

Ob er nun gegen Schalke schon auf den Platz stehen wird? Möglich ist es, dass der Trainer anstelle des anderen neuen Innenverteidigers Michael Hector Vallejo aufstellt. Aber nicht wahrscheinlich. Denn bei allem Talent und aller Fitness, fehlt dem jungen Mann, der von Real Madrid nur ausgeliehen ist, die Spielpraxis. Angst hätte er vor einem Einsatz dennoch nicht, sagt der 19-Jährige. Beim Zweitligisten in Saragossa war er vergangene Saison als jüngster Spieler des Aufgebotes gleich zum Spielführer ernannt worden. Er sei stolz darauf, schon so viel Verantwortung getragen zu haben. „Das war sehr lehrreich für mich“, sagt er. Diese Erfahrungen will er nun bei seinem Bundesligadebüt einbringen – am Samstag oder eben in einer der nächsten Wochen.

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