Sebastian Rode steht vor Debüt in Bundesliga

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Sebastian Rode steht vor Debüt in Bundesliga

Frankfurt (sp) ‐  Marco Russ, Chris, Maik Franz, Aleksandar Vasoski seit Wochen verletzt, Pirmin Schwegler nach der fünften Gelben Karte gesperrt, Georgios Tzavellas wegen Bauchmuskelschmerzen nicht einsatzfähig - kann es noch schlimmer kommen für die Frankfurter Eintracht vor dem Auswärtsspiel morgen (20.30 Uhr) beim Hamburger SV?

Es kann! Gestern fehlte beim Training mit Kevin Kraus auch noch der fünfte Innenverteidiger. Kraus war mit leichtem Fieber zum Training gekommen, wurde vom Arzt mit Medikamenten versorgt und gleich wieder nach Hause geschickt. Nun hofft Trainer Michael Skibbe, dass der 18 Jahre alte Abwehrspieler sich über Nacht erholt und heute mit nach Hamburg fliegen kann. „Mit dieser dünnen Personaldecke ist die Aufgabe schier unlösbar“, sagt der Frankfurter Trainer, „trotzdem wollen wir unsere Haut so teuer verkaufen wie möglich.“

Skibbe muss in jedem Fall experimentieren und improvisieren. Und mindestens zwei, womöglich sogar drei neue Spieler gegenüber der jüngsten Niederlage gegen Hannover in die Anfangself bringen. Die besten Chancen auf die freien Plätze haben Sebastian Rode und Martin Fenin. „Gut möglich, dass ich Sebastian bringe“, sagt der Trainer. Rode sei ja immerhin „gelernter Mittelfeldspieler“ und dort klemmt es inzwischen ja genauso wie in der Abwehr.

„Das Knie hält, kein Problem“

Der 20 Jahre alte Rode ist vor der Saison für eine Ablösesumme von 300.000 Euro von den Offenbacher Kickers gekommen und war schon gleich zu Beginn auf dem Sprung in die Mannschaft. Doch im Freundschaftsspiel gegen US Palermo im Juli hat er sich eine schwere Knieverletzung zugezogen, die operativ behoben werden musste.

In den letzten Wochen des alten Jahres hatte sich Rode wieder herangekämpft, beim Testspiel gegen Teheran im Rahmen des Trainingslagers in der Türkei hat er erstmals wieder gespielt. Nun steht er vor seinem Bundesligadebüt. „Das Knie hält, kein Problem“, sagt er und beantwortet damit die wichtigste Frage. Michael Skibbe schätzt an Rode dessen „Schnelligkeit und Athletik“ und lobt auch das „saubere Passspiel“.

Einen Platz im Team wird der Trainer wahrscheinlich an Martin Fenin vergeben, wenn dieser sich von einer Erkältung rechtzeitig erholt.

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