Herber Verlust auf der Treppe

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Pirmin Schwegler nach dem Malheur in Katar.

Frankfurt (sp) - Das ist ein schwerer Schlag für die Frankfurter Eintracht. Die Verletzung, die sich Pirmin Schwegler am Montag im Trainingslager in Katar beim Treppenlaufen zugezogen hat, wurde nach einer Untersuchung in einer Klinik in Doha als Bruch des großen Zehs am linken Fuß diagnostiziert.

Damit wird der Kapitän mindestens vier Wochen ausfallen. „Das ist ein herber Verlust für uns“, zeigte sich Trainer Armin Veh geschockt, „er ist unser wichtigster Spieler.“

Neben Schwegler, der dennoch bei der Mannschaft im Trainingslager bleiben soll, wird wohl auch Mohamadou Idrissou nach seiner Knöcheloperation nicht rechtzeitig zum Saisonstart am 5. Febraur gegen Eintracht Braunschweig fit werden. „Jetzt sieht alles ganz anders aus, als wir es erhofft hatten“, gab Veh zu, „da helfen die ganzen Planungen nichts.“

Und der Handlungsdruck, einen weiteren neuen Spieler zu verpflichten, ist ganz sicher nicht kleiner geworden. Und doch muss der Eintracht-Coach auch auf den erklärten Wunschkandidaten Patrick Helmes womöglich noch einige Zeit warten. Zwar hat der Aufsichtsrat der „Fußball-AG“ in seiner Sitzung am Montagabend die sportliche Führung „ermuntert“, die Verhandlungen fortzuführen, so die offizielle Presseerklärung.

Bilder vom Trainingslager in Katar

Trainingslager der Eintracht in Katar

Doch zu einem schnellen Ende werden die gestern aufgenommenen Gespräche zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und Wolfsburgs Trainermanager Felix Magath kaum gebracht werden können. Natürlich geht es in erster Linie ums Geld. Die Eintracht möchte Helmes zunächst bis Saisonende ausleihen, dazu für den Fall des Aufstiegs eine Kaufoption vereinbaren. Wegen der angespannten Finanzlage tut man sich aber schwer, neben dem hohen Gehalt auch noch eine hohe Leihgebühr zu bezahlen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Transfer in Kürze über die Bühne gehen und Helmes noch ins Trainingslager nach Katar reisen kann, ist deshalb nicht besonders groß. Zeit, den Wechsel zu bewerkstelligen hat die Eintracht noch bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar.

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