Veh erhöht in Sachen Helmes den Druck

Frankfurt (sp) - Kommt Patrick Helmes oder kommt er nicht? Das ist derzeit die am meisten diskutierte Frage bei Eintracht Frankfurt. Gestern gab es in dieser Sache immer noch keinen Vollzug.

Der angedachte Wechsel des Stürmers vom Erstligisten VfL Wolfsburg zum Tabellendritten der 2. Liga entwickelt sich immer mehr zur Hängepartie. „Bisher verliefen die Verhandlungen ohne Ergebnis“, erklärte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Der Helmes-Transfer lässt also auf sich warten. Theofanis Gekas wurde in die Türkei verkauft, und Mohamadou Idrissou ist noch verletzt. Bei der Generalprobe für die zweite Saisonhälfte am Sonntag (14 Uhr) gegen den FC Lausanne wird Trainer Armin Veh daher wohl die Mittelfeldspieler Alexander Meier und Caio als vorderste Angreifer einsetzen. Mit diesen beiden hat er jedenfalls am Freitag beim Training lange geübt, erst im zweiten Teil eines internen Testspiels kam der gelernte Angreifer Erwin Hoffer im Sturm zum Einsatz. Womöglich will Veh mit dem Experiment Meier/Caio auch dem Letzten im Klub deutlich machen, wie groß die Not im Angriff seiner Meinung nach ist. In jedem Fall wächst der Druck auf Bruchhagen und Sportdirektor Bruno Hübner, Wunschstürmer Patrick Helmes bis zum Ende der Transferperiode am Dienstagabend noch zu verpflichten.

In einer ganz schwierigen Position befindet sich in Rob Friend ein anderer Stürmer. Am letzten Tag der sommerlichen Transferperiode wurde er von Hertha BSC geholt, hatte mit einem Treffer beim 3:3 in Cottbus einen guten Einstand und ist danach in der Versenkung verschwunden. Derzeit fehlt dem Trainer offenbar das Vertrauen in den Kanadier. „Rob muss mich einfach überzeugen“, sagt Veh. An der Einstellung liegt es jedenfalls nicht, versichert der Trainer. Dennoch ist Friend im Sturm nur dritte Wahl - sogar noch hinter Mittelfeldspieler Caio. „Er kann den Ball halten und hat eine gute Technik“, sagt Veh, „einen Versuch ist es wert.“

Rubriklistenbild: © Storch

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