Später Elfmeter kostet den Sieg

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Drei Hauptdarsteller des Gipfeltreffens: Nach einem angeblichen Foul des Frankfurters Bamba Anderson (vorne) pfiff Schiedsrichter Felix Brych in der Nachspielzeit Elfmeter für Düsseldorf. Das daraus resultierende 1:1 feierte Sascha Rösler (rechts) auf unsportliche Art und sah deshalb Rot.

Düsseldorf (sp) - Eine Minute hat der Frankfurter Eintracht gefehlt, um an die Tabellenspitze der 2. Liga zurückzukehren. Die Nachspielzeit im Gipfeltreffen bei Fortuna Düsseldorf lief bereits, als Furuholm im Strafraum fiel.

Schiedsrichter Dr. Felix Brych wollte zunächst keinen Elfmeter pfeifen, sein Assistent aber überstimmte ihn. Langeneke nutzte die Chance und schoss zum 1:1 (0:0) ein. Danach war der Teufel los auf dem Platz, Frankfurts Trainer Armin Veh musste auf die Tribüne, Düsseldorfs Sascha Rösler sah Gelb-Rot, nachdem er vor die Frankfurter Bank gerannt war. Durch die umstrittene Entscheidung des Unparteiischen liegt nun nicht Frankfurt, sondern Düsseldorf an der Spitze.

Das Spiel begann mit einem Feuerwerk - allerdings mit einem, dass außer einigen unbelehrbaren Eintracht-Fans kaum jemand Spaß gemacht haben dürfte. Bengalos, Kanonenschläge und eine Silvesterrakete wurden gezündet. Das dürfte den Verein wieder mal teuer zu stehen kommen. Das Spiel begann wegen der Rauschwaden mit knapp fünfminütiger Verspätung und hielt dann zunächst nicht, was es versprochen hatte. Beide Teams belauerten sich regelrecht, Taktik ging vor Spielfreude, durchaus verständlich allerdings und der Bedeutung der Partie angemessen.

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Eklat beim Spitzenspiel

Die Eintracht hatte mit dem gefürchteten Fortuna-Angriff lange keine Probleme. Es dauerte bis zur 35. Minute, bis Oka Nikolov eingreifen musste, dann war es allerdings gleich gefährlich. Rösler hatte geschossen, Nikolov zur Seite abgewehrt. Über Umwege kam der Ball zu Bröker, dessen Schuss hielt wiederum der Frankfurter Torwart. Die Eintracht hätte zwei Minuten davor in Führung gehen können. Benny Köhler hatte sich links durchgesetzt, in der Mitte stand Alex Meier frei, doch die Flanke kam zu scharf. Der Frankfurter Torjäger verfehlte den Ball ganz knapp.

Danach setzten die Gastgeber alles auf eine Karte, Trainer Meier nahm mit Matuschyk einen Mittelfeldspieler raus und brachte mit Ilsö einen Angreifer. Acht Minuten vor dem Ende kamen dann mit Jovanovic und Furuholm noch zwei Angreifer. Und die Eintracht brauchte zweimal kurz hintereinander Glück. In der 78. Minute traf Bröker aus kurzer Distanz den Pfosten, Schildenfeld hatte noch abgefälscht, es gab Eckball. Danach köpfte Langeneke und Rode rettete auf der Linie. Nun brachte Veh frische Spieler, erst Kittel für Köhler, dann Idrissou für den ausgepumpten Hoffer.

Und dann kam doch noch der auftritt der Unparteiischen. Furuholm fiel im Strafraum, Brych ließ weiterspielen, doch Schiri-Assistent Salver überredete ihn zum Elfmeter, den Langeneke verwandelte.

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