Einsatz am Mittwoch nicht gesichert

Vor dem Schalke-Spiel: Oczipka bricht Training ab

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Bei Bastian Oczipka ist noch nicht klar, ob er am Mittwoch gegen Schalke auflaufen kann.

Frankfurt - Das erste Training der Woche war noch keine halbe Stunde alt, da war es für Bastian Oczipka schon wieder beendet. Während die Kollegen neben einer kurzen Einlaufphase noch einige Stabilisationsübungen hinter sich brachten, joggte der Verteidiger schon Richtung Kabine. Von Peppi Schmitt

„Er hat Probleme im Rippenbereich“, klärte später Trainer Armin Veh auf, „wir lassen das jetzt genau untersuchen.“ Die Untersuchung brachte dann keine wirklich gravierende Verletzung zutage, womöglich plagt sich Oczipka einfach nur mit einer Erkältung. Ob er am Mittwoch (20 Uhr) im Spiel beim FC Schalke 04 dabei sein kann, ist noch nicht ganz gesichert. Würde er ausfallen, wäre dies die Chance von Constant Djakpa. Dessen erster Einsatz in dieser Saison ausgerechnet auf Schalke hätte eine besondere Note. Denn fast genau vor einem Jahr, am 20.September 2014, hatte sich Djakpa beim Spiel in Gelsenkirchen einen Kreuzbandriss zugezogen und war ein halbes Jahr ausgefallen.

Mit Ausnahme von Verletzungsausfällen gibt es nur wenig Anlass für den Trainer die Mannschaft zu verändern. Natürlich ist Carlos Zambrano immer ein Thema für die Startelf, aber gerade Marco Russ und David Abraham haben beim 0:0 in Hamburg ihre Sache in der Innenverteidigung wirklich gut gemacht. „Ich hätte aber kein Probleme, trotzdem zu wechseln“, betont Veh, „denn gerade bei diesen drei Spielern sind alle Kombinationen möglich und bei keiner würden wir uns schwächen.“ Und doch wird Zambrano, der mit seinen angebrochenen Rippen keine sichtbaren Probleme mehr hat, wohl weiter auf der Bank sitzen.

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Genau wie Stefan Aigner. Der galt bis vor zwei Wochen noch als unersetzlich und ist jetzt zu einem Opfer des Systems geworden. In der Mittelfeld-Raute ist für Aigner kein Platz. Zumindest aktuell. „Ich hoffe, ich bringe ihn dahin, dass er auch in der Raute spielen kann“, sagt der Trainer. Das habe er mit dem Spieler auch so besprochen. Aigner selbst sieht sich in der aktuellen Konstellation freilich eher als Kandidat für den Zweier-Angriff, also in erster Linie als Konkurrent von Luc Castaignos. „Die Raute ist nicht so meine Sache“, gibt er zu, „aber der Trainer kann mich von mir aus auch in der Innenverteidigung aufstellen“. Soll hießen: Stefan Aigner ist bereit, alles zu tun, um wieder in die Mannschaft zu kommen.

Den kommenden Gegner hat sich der Eintracht-Coach beim Auswärtsspiel in Stuttgart am Fernsehschirm genau angeschaut. Die Schalker haben 1:0 gewonnen, aber dabei nicht wirklich überzeugt. „Sie hatten viel Glück“, sagt Veh, „dem VfB ist außer der mangelhaften Chancenverwertung nichts vorzuwerfen“. Speziell der ehemalige Frankfurter im Schalker Tor, Ralf Fährmann, hatte einen Glanztag erwischt und mit vielen Paraden die Null gehalten. Auf so viele Chancen wie die Stuttgarter will der Frankfurter Coach erst gar nicht hoffen. „Zu Hause gegen Mainz haben sie weniger zugelassen, darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Veh.

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Chancenlos freilich werden die Frankfurter bei den Königsblauen nicht sein. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung“, sagt Manager Bruno Hübner, „wir haben eine Linie drin und viel Ordnung.“ Die Mannschaft habe zu einer Balance zwischen Defensive und Offensive gefunden, was zum einen eine Gala wie gegen Köln möglich gemacht, zum anderen aber auch zu einem so soliden Auftritt wie in Hamburg geführt hat. „Jetzt wollen wir auch auf Schalke gut auftreten“, sagt Hübner. Nicht zur Verfügung stehen dabei übrigens auch die beiden Ersatztorhüter Emil Balayev und Yannick Zummack. Balayev fällt nach einer Zahnoperation aus, Zummack mit einem gebrochenen Zeh am rechten Fuß.

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