Dem Unentschieden ganz nahe

VfB stoppt Eintracht-Höhenflug

+
Alex Meier zirkelt den Ball aus 18 Metern unhaltbar zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Stuttgarter Tor.

Stuttgart - Die Frankfurter Eintracht hat in Stuttgart so gespielt, wie man es vor der Saison von einem Aufsteiger erwartet hätte. Nicht ganz sicher in der Defensive, fahrig im Mittelfeld, wenig druckvoll nach vorne, aber mit viel Einsatz und deshalb immer gefährlich. Von Peppi Schmitt

Und so waren die Frankfurter einem Unentschieden ganz nahe. Am Ende stand aber eine unglückliche 1:2-Niederlage für die Eintracht.

In zwei umstrittenen Szenen wurden die Frankfurter von Schiedsrichter Peter Gagelmann benachteiligt. Zunächst hatte er der Eintracht beim Stand von 1:0 einen Elfmeter verweigert, dann den 2:2-Ausgleich zu Unrecht aberkannt. Vor allem über Außen war den Frankfurtern beizukommen, das versuchte der VfB und hatte Erfolg. Der indisponierte Takashi Inui wurde auf der linken Seite gleich zweimal ausgespielt, die Flanke Gotoku Sakais wurde zu Christian Gentner verlängert. Der stand frei und erzielte das 1:0 (6.).

VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt: Bilder vom Spiel

Eintracht: Niederlage in Stuttgart

Ohne Pirmin Schwegler (Leistenbeschwerden) lief das Spiel lief nicht so flüssig wie sonst. Dennoch hätte die Eintracht zum Ausgleich kommen können. Nach einer Flanke von Oczipka wehrte Niedermeier den Ball im Strafraum mit der Hand ab, der Unparteiische ließ weiterlaufen. Veh wechselte in der Halbzeit Matmour für Inui ein, Alex Meier rückte weiter nach hinten. Das Spiel der Eintracht wurde nun besser, weil Rode mit Meier endlich einen Anspielpartner hatte. In der 67. Minute zirkelte Meier den Ball aus 18 Metern ins lange Eck. Es war schon sein sechster Saisontreffer.

Doch sechs Minuten vor dem Ende entglitt der Eintracht der Punkt. Der Ball kam nach Flanke von Harnik wieder einmal hoch in den Strafraum und Ibisevic konnte ungedeckt einköpfen. Kurz zuvor hatte Veh Innenverteidiger Zambrano wegen einer Verletzung auswechseln müssen, für ihn kam Demidov. „Und dann hat die Zuordnung nicht gestimmt“, sagte Veh. Die Eintracht schaffte noch den Ausgleich durch ein Kopfballtor von Matmour, der aber zu Unrecht nicht anerkannt wurde.

„Ein Unentschieden wäre das korrekte Ergebnis gewesen“, sagte Frankfurts Trainer Armin Veh, „wenn der Linienrichter nicht gewesen wäre, wäre es ja auch so ausgegangen.“ Für die Eintracht aber gehe nach der zweiten Saisonniederlage die „Welt nicht unter“.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare