Armin Veh drängt auf Neuverpflichtung

„Stürmer absolut notwendig“

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Frankfurt - Während rund um die Frankfurter Eintracht nur noch über Fan-Randale, mögliche Bestrafungen für den Klub und die Tätersuche gesprochen wird, brennt Armin Veh ein ganz anderes Problem auf den Nägeln. Von Peppi Schmitt

Der Trainer will für die Rückrunde noch einen Angreifer und hat dies nun auch öffentlich gemacht. „Es ist absolut notwendig, noch einen Stürmer zu holen“, sagt er. Veh will aufrütteln, klarmachen, dass die sportlichen Chancen „deutlich steigen“ würden mit einem neuen, guten Stürmer. Würde es dem Klub allerdings nicht gelingen, bis zum Ende der winterlichen Transferperiode am Donnerstag nächster Woche für Verstärkung in der angreifenden Abteilung zu sorgen, sei dies „auch ein Zeichen“. Ein vermeintlich negatives an all jene, die in Vertragsverhandlungen mit dem Verein stehen und auf sportliche Perspektiven hoffen, also an die umworbenen Jungstars Sebastian Rode und Sebastian Jung und nicht zuletzt den Trainer selbst.

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Das Thema steht bei der Eintracht seit Wochen auf der Tagesordnung. Veh hatte sich schon länger einen neuen Stürmer gewünscht, bis dato freilich mit moderaten Worten. „Ich hätte gerne einen, aber nicht mit allen Mitteln“, hatte er noch vor zwei Wochen im Trainingslager in Abu Dhabi gesagt. Jetzt hat der Trainer den Ton auch mit Blick auf den Trainingsplatz deutlich verschärft.

Drei Spieler aus der Offensivabteilung

Drei Spieler aus der Offensivabteilung hat die Eintracht in den letzten Tagen abgegeben. Benjamin Köhler wurde an den 1.FC Kaiserslautern verkauft, Rob Friend wird wahrscheinlich in seine kanadische Heimat zu den Vancouver Whitecaps wechseln und Dorge Kouemaha zu Gaziantepspor in die Türkei. Zudem hat bei der ersten Übungseinheit der Woche gestern noch Olivier Occean wegen einer Erkrankung gefehlt.

Eine Entwicklung, die aus Vehs Wunsch eine Forderung werden ließ. „Was ich vorher nicht gesagt habe, sage ich jetzt. Wir können nicht drei Leute abgeben und keinen holen.“ Aus Sicht des 51 Jahre alten Fußball-Lehrers sei dies nicht einfach nur eine „Zahlenspielerei“, sondern eine legitime sportliche Einschätzung.

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Der Eintracht-Trainer ist verärgert und macht keinen Hehl daraus. „Zu sagen, ich wäre angesäuert, ist milde ausgedrückt“, gibt er zu. Veh besteht mit seiner Forderung nach einer Verstärkung für den Sturm allerdings nicht auf dem ursprünglichen Wunschkandidaten Srdjan Lakic vom VfL Wolfsburg. Dessen Verpflichtung scheint aus finanziellen Gründen nicht darstellbar. „Ich will ja auch nicht, dass wir überhöhte Preise zahlen“, sagt er, „aber es gibt ja auch noch andere Stürmer“.

So haben die Frankfurter auch mit dem Mönchengladbacher Igor de Camargo Gespräche geführt. Zu einem Vertragsabschluss aber sind sie noch nicht gekommen. Dem Trainer geht es zu langsam, zu zögerlich. „Wollen wir weiterkommen oder verwalten?“, fragt er, „ich will weiterkommen.“

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