EINTRACHT FRANKFURT

Taktische Grübelei an der Weggabelung

André Silva (rechts gegen Leverkusens Leon Bailey) wird auch in Mainz den Alleinunterhalter im Sturm geben.
+
André Silva (rechts gegen Leverkusens Leon Bailey) wird auch in Mainz den Alleinunterhalter im Sturm geben.

In normalen Zeiten würden sich am Samstag 5000, 6000 Frankfurter auf den Weg vom Main an den Rhein machen und die Eintracht beim Duell in Mainz unterstützen. In Corona-Zeiten ist das unmöglich. Die Fans werden vor den Bildschirmen sitzen und hoffen, dass die Horror-Serie ein Ende nimmt.

Frankfurt - Wenn nicht diesmal, wann dann, könnte man denken? Denn mit Ausnahme der Statistik gibt es wenig, was für die Mainzer spricht. Alle Daten der Frankfurter sind besser, Punkte, Tore, Tabellenplatz sowieso, dazu sprechen auch die subjektiven Einschätzungen für die Hessen. Die Form ist zurück, das Selbstvertrauen ist da, eine spielerische Linie wurde gefunden. Aber ob das alles am Samstag eine Rolle spielt?

Die große Unbekannte ist der neue Trainer der Mainzer. Da wird es Veränderungen auf dem Platz geben, sowohl taktische als auch personelle. Neue Ideen, vor allem neue Motivation für die Spieler, all das bringt in aller Regel ein Trainerwechsel mit sich. Alle Beobachtungen der Frankfurter Scouts könnten Makulatur sein. Das ist es, was das Spiel für die Eintracht so gefährlich macht.

Eintracht-Trainer Hütter könnte die Mainzer bluffen

Dem Frankfurter Trainer bieten sich freilich auch eine Menge Möglichkeiten, um auch den neuen Kollegen im Vorfeld ins Grübeln zu bringen. Adi Hütter, einst auch Trainer in Salzburg, wird zudem bestens informiert sein, wie Svensson bei der Salzburg-Filiale in Liefering hat spielen lassen. Da sollte es keine großen Überraschungen geben. Umgekehrt aber könnte Hütter Veränderungen vornehmen und auch die Mainzer bluffen. Fest steht nur, dass Sebastian Rode nach seiner „Gelbsperre“ ins Team zurückkehrt.

Die Frankfurter wissen, dass sie an einer ganz wichtigen Weggabelung stehen. Werden sie ihrer Favoritenrolle gerecht und besiegen die „Kellerkinder“ Mainz und Schalke, hätten sie endgültig den Anschluss an die internationalen Plätze geschafft. Patzen sie in einem oder beiden Spielen, wird es beim sportlichen Mittelmaß bleiben.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare