Trainer Adi Hütter lobt Bissigkeit

Eintracht-Profis fahren zur Belohnung Achterbahn

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Kaum zu stoppen: Eintracht-Stürmer Luka Jovic (links) bewies im Testspiel gegen den FC Sao Paulo seine Qualitäten und provozierte das Eigentor zum 2:1-Endstand. Foto: hübner

Orlando – Timothy Chandler hatte in diesen Tagen im USA-Trainingslager nicht allzu viele Aufgaben. Natürlich stand an oberster Stelle die Verbesserung seines Gesundheitszustands. Von Daniel Schmitt

Das Heranführen des eigenen Körpers an das Mannschaftstraining von Eintracht Frankfurt, was bis gestern noch nicht ganz geklappt hat. Noch immer trainiert der 28-Jährige abseits der großen Gruppe. Auch wurde der Deutsch-Amerikaner immer vorgeschickt, wenn ein TV-Sender aus Übersee etwas über die Mannschaft vom Main wissen wollte. Den wichtigsten Job aber, den hatte Chandler für seine Teamkollegen zu erledigen – als Vorkoster. Nicht etwa des Essens, sondern der Achterbahnen der weltberühmten Universal Studios.

Die Fahrten im Themenpark dienten den Berufskickern als willkommene Abwechslung vom schnöden Alltag eines Trainingslagers. Und als Belohnung für den 2:1 (1:0)-Erfolg im Florida Cup gegen den FC Sao Paulo. In Saint Petersburg hatten die Hessen vor nur 2000 Zuschauern eine ordentliche Partie, keineswegs aber ein herausragende abgeliefert. Trainer Adi Hütter setzte 21 Spieler ein, nur Branimir Hrgota durfte 90 Minuten durchkicken. Ante Rebic, Makoto Hasebe standen nach ihren kleinen Wehwehchen zum Jahresende wieder auf dem Platz, Kapitän David Abraham feierte nach wochenlanger Pause ein gelungenes Comeback, auch Winterzugang Sebastian Rode lieferte einen ordentlichen 45-Minuten-Einsatz ab.

„Ich finde, es war ein sehr guter Test gegen eine starke Mannschaft“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter. Rebic hatte die Frankfurter per Elfmeter in Führung geschossen (9.), die Südamerikaner durch den 37-jährigen Nene ausgeglichen (55.), ehe sich Luka Jovic stark durchsetzte und so das siegbringende Eigentor von Igor Vinicius provozierte (64.). „Der Sieg war nicht gestohlen, aber es gibt natürlich ein paar Sachen, die wir noch besser machen können“, befand Hütter.

Bilder: Eintracht verliert im Florida Cup

Unter den Augen der extra für die Spiele, heute findet um 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr deutscher Zeit) ein weiteres gegen Flamengo statt, angereisten Frankfurter Führungsetage spielte die Eintracht so wie man sie kennt. Die Hessen gingen früh drauf, pressten den Gegner, erzwangen Fehler, spielten Stressfußball. Im Mittelfeld rannte Gelson Fernandes in Hälfte eins so viel wie Rode nach dem Seitenwechsel.

Ob die beiden Sechser nun Konkurrenten seien, wurde Fernandes später gefragt. Des Schweizers Antwort: „Wir sind keine Konkurrenten, wir sind Partner.“ Dann fügte er scherzhaft hinzu: „Wir spielen ja immer mit so vielen Stürmern, also können wir es eigentlich auch mal mit drei Sechsern probieren.“

Und Hütter? Der ist mit der Arbeit seiner Schützlinge zufrieden. Die Mannschaft habe vom ersten Tag an in Florida richtig mitgezogen, „eine tolle Einstellung, viel Engagement und Bissigkeit gezeigt.“

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