Stürmer will Ende Februar wieder spielen

Valdez muss gebremst werden

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Nelson Valdez

Frankfurt - Die Reihen waren gelichtet beim ersten Training der Frankfurter Eintracht nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Abu Dhabi. Trainjer Thomas Schaaf hatte gestern nur noch 14 Feldspieler im Training.

Martin Lanig fehlte wegen abschließender Verhandlungen in Zypern. Alexander Meier ließ sein Knie behandeln und mit Alexander Madlung, Aleksandar Ignjovski und Sonny Kittel fehlten drei Spieler wegen Erkältungen. Trainer Thomas Schaaf weiß noch nicht, auf wen er beim letzten Testspiel vor dem Bundesligastart in Freiburg (31. Januar) an diesem Samstag gegen Servette Genf (15 Uhr) setzen kann. „Im Moment ändert sich Tag für Tag etwas“, sagte Schaaf. Für Freitag hat der Eintracht-Coach ein Geheimtraining angesetzt.

Immerhin, es gab auch richtig positive Nachrichten an diesem grauen Donnerstagvormittag. Carlos Zambrano hat eine weitere Einheit ohne Probleme hinter sich gebracht und die Hoffnung genährt, dass er schon gegen Genf ein paar Minuten auf dem Platz stehen könnte. Endgültige Entwarnung gibt es bei Kevin Trapp, der nach seiner Muskelverhärtung wieder trainiert. Am Rande des Platzes hat ein anderer seinen Weg zurück fortgesetzt. Nelson Valdez trat zum ersten Mal nach seiner schweren Verletzung wieder gegen den Ball, trainierte mit Rehatrainer Michael Fabacher in Sichtweite mit den Kollegen. „Ich bin überglücklich wieder hier zu sein“, sagte der 31 Jahre alte paraguayische Nationalspieler, „ich war ja nur viereinhalb Monate weg, aber e s hat sich wie fünf Jahre angefühlt.“

Valdez hatte sich am 30. August in Wolfsburg das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen. Und gleich nach der Operation mit intensiver Reha begonnen. Das scheint sich gelohnt zu haben. Jeden Tag hat er sich im Rehastudio „Pro Reha“ mindestens drei, vier Stunden gequält. Der Reise mit der Mannschaft nach Abu Dhabi trauert er nicht nach. „Es war sicher besser, hier zu trainieren, außerdem kenne ich ja Land und Leute“, sagt er. In der Saison 2013/14 hat er bei Al Jazeera in der Hauptstadt Abu Dhabis gespielt. Fünf von sechs routinemäßigen Untersuchungen hat Valdez bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Hauptsächlich wird bei diesen Checks gemessen, ob die Muskulatur sich wieder richtig entwickelt, der Muskelverlust aufgeholt wird. Viereinhalb Zentimeter war der Muskelumfang zurückgegangen, das meiste hat er wieder aufgeholt.

Jetzt wartet Valdez auf eine weitere Untersuchung beim seinem Operateur. Professor Huber in Heidelberg soll „grünes Licht“ geben für die endgültige Rückkehr auf den Platz. „Ende Februar, Anfang März“ wolle er dann wieder spielen. Gewichtsprobleme wie der Kollege Zambrano, der während der Pause sechs Kilo zugelegt hatte, werde er sicher keine haben, schmunzelt Valdez, „ich habe vorher 76 Kilo gewogen und wiege jetzt 76 Kilo.“ Was für die totale Professionalität des Spielers in der Zeit der Reha spricht. Der Trainer schätzt Valdez als ganz besonders ehrgeizig ein. Er sei eine „unruhiger Typ“, müsste eher gebremst denn motiviert werden. „Wenn Nelson was Rundes sieht, haut er drauf“, sagt Schaaf, „aber noch ist die Zeit für ihn nicht reif.“ Der ehemalige Bremer müsse weiter so „sorgfältig“ am Comeback arbeiten wie in den letzten Wochen und Monaten. (sp)

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