Eintracht genervt von Trainerdiskussion

Bei Veh-Zukunft hat Kapitän kein gutes Gefühl

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Frankfurt - Was ist ihm da nur rausgerutscht: Nach dem Spiel in Hannover (0:0) wurde Eintracht Frankfurts Kapitän Pirmin Schwegler nach der Zukunft von Trainer Armin Veh gefragt. Und da ist es passiert.

Allen sei bekannt, dass die Mannschaft gerne weitermachen würde mit Veh, sagte Schwegler, er freilich habe „kein gutes Gefühl“.

Und so hat die Diskussion um die Zukunft des 52 Jahre alten Fußball-Lehrers wieder neuen Auftrieb erhalten. Am Tag darauf wurde Schwegler gefragt, ob er als Kapitän mehr wisse als andere. „Natürlich nicht“, hat er geantwortet und außerdem könne man Gefühle „nicht erklären“. Der stellvertretende Spielführer Alexander Meier behauptete, „dass wir uns in der Mannschaft darüber wenig Gedanken machen“. Und doch steht das Trainer-Thema im Mittelpunkt der Diskussionen. „Wir hoffen, dass der Trainer bleibt, aber wir können auf diese Spielchen keinen Einfluss nehmen“, sagt Meier, „der Trainer wird für sich die richtige Entscheidung treffen.“

Auch in der Führungsetage scheint man sich über den Verbleib Vehs, dem Kontakte nach Schalke nachgesagt werden, alles andere als sicher zu sein. „Wir müssen unabhängig planen“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner: „Es kann sein, dass er ganz zum Schluss nicht verlängert.“ Veh selbst hielt sich weiter bedeckt. „Ich sage nicht jeden Tag etwas zu diesem Thema. Nur so viel: Lasst uns die 40 Punkte holen, dann geht es ganz schnell.“

Eintracht-Spieler in der Einzelbewertung

Eintracht-Zeugnis gegen Hannover

Die 40-Punkte-Marke soll am Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart endlich geknackt werden. „Diese blöden 40 Punkte“, wie es Schwegler nennt, scheinen das Team zu blockieren und die Spieler zunehmend zu nerven. So konnten sich viele nicht freuen über das Remis von Hannover, das der Eintracht die Chancen im Kampf um einen internationalen Startplatz gelassen und den Gegner auf Distanz gehalten hat. Freilich muss sich die Eintracht nun endlich mit Toren und Siegen den Angriffen der Konkurrenz aus Schalke, Hamburg und Mainz erwehren. Die Chancen sind da, so der Trainer, „denn wir spielen ja wieder guten Fußball“. In Hannover hatte die Ballzirkulation auf schwerstem Untergrund wieder richtig gut ausgesehen, der Druck nach vorne aber hatte einmal mehr gefehlt.

Als dann Meier endlich getroffen hatte, hielt der Assistent die Fahne zu Unrecht oben. Es war kein Abseits, wenn auch schwer zu erkennen. Die Abhängigkeit der Mannschaft von ihrem aktuell verhinderten Torjäger ist frappierend. Trifft Meier, geht die Eintracht meistens als Sieger vom Platz. Zuletzt hat er nicht mehr getroffen und es gab keine Siege mehr. Weil Meier in der Raute eine defensivere Position spielen muss? „Nein, es liegt ganz sicher nicht an der Position“, sagt er selbst, „es liegt eher daran, ob ich einen guten oder einen schlechten Tag habe.“

sp

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