Vergewaltigungsvorwürfe

Fall Yaffa: „Akten- und Spurenlage erdrückend“

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Yusupha Yaffa im Trainingslager in Abu Dhabi.

Frankfurt - Neue Details im Vergewaltigungsfall um Eintracht-Spieler Yusupha Yaffa: Die „Akten- und Spurenlage ist erdrückend“, sagte ein Ermittler. Das mutmaßliche Opfer, eine 19-jährige Frau, wurde bei dem sexuellen Übergriff wohl auch verletzt.

Gegen den 18 Jahre alten Fußballprofi Yusupha Yaffa von Eintracht Frankfurt wird wegen „versuchter oder vollzogener Vergewaltigung“ ermittelt. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, spricht die Polizei von einer schwerwiegenden Beweislast gegen den Junioren-Nationalstürmer aus Gambia. „Es kam zum erzwungenen Beischlaf. Die Akten- und Spurenlage gegen den Beschuldigten ist erdrückend“, sagte ein Ermittler. Das mutmaßliche Opfer, eine 19-jährige Frau, wurde bei dem sexuellen Übergriff wohl auch verletzt. Sie musste ins Krankenhaus.

Die „versuchte oder vollzogene Vergewaltigung“ soll dabei in der Wohnung von Teamkollege Carlos Zambrano passiert sein. Dieser war nachts zwischen 2 und 5 Uhr mit Brasilianer Lucas Piazon unterwegs gewesen. Das wird ebenfalls Konsequenzen haben. Eintracht will eine Geldstrafe gegenüber Zambrano und Piazon verhängen. Yusupha Yaffa ist dagegen zunächst wieder auf freiem Fuß. Eintracht hatte 100.000 Euro Kaution hinterlegt, der 18-Jährige durfte deshalb die Gewahrsams-Zelle im Polizeipräsidium Frankfurt zunächst wieder verlassen. Die Vorwürfe wiegen weiterhin schwer.

Eintracht Frankfurt hat Yusupha Yaffa erst Anfang Januar vom AC Milan verpflichtet. Er absolvierte zuvor ein mehrwöchiges Probetraining bei den Hessen. Der Vertrag läuft zunächst bis zum 30.06.2015 und beinhaltet auch eine Verlängerungsoption. Neben der gambischen Staatsangehörigkeit besitzt der Stürmer auch die italienische Staatsbürgerschaft. Yaffa sollte vor allem in der U19 von Eintracht Frankfurt eingesetzt werden.

dr 

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