Verlängerung mit Bobic, Hellmann und Hübner

Eintracht Frankfurt will ein Signal setzen

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Frankfurt - „Die Herren war sehr erfolgreich.“ So fasste Wolfgang Steubing, Vorsitzender des Aufsichtsrates (AR) der Frankfurter Eintracht, die Gründe für die Vertragsverlängerungen mit den beiden Vorständen Fredi Bobic (46) und Axel Hellmann (46) in einem Satz zusammen. Von Peppi Schmitt

Bis ins Jahr 2023 laufen die neuen Vereinbarungen nun. „Wir wollten damit ein Signal setzen“, sagte Steubing, „wir arbeiten hier sehr langfristig und dafür ist personelle Kontinuität nötig.“ Selbst für Fredi Bobic war die angebotene Vertragsdauer ungewöhnlich. „Im Fußballgeschäft ist das verdammt lang“, sagte er mit einem Augenzwinkern, „aber wenn ihr das so wollt, jetzt habt ihr es.“ Der Vorstand seinerseits hat auch gleich eine erste Entscheidung getroffen. Der Vertrag von Manager Bruno Hübner wurde bis 2021 verlängert. „Es ist sehr wichtig, dass Bruno an Bord bleibt“, sagte Bobic, „er ist ein wichtiger Pfeiler unserer Arbeit.“ Hübner arbeitet seit 2011 für die Eintracht, ist in der aktuellen Führungsriege der Dienstälteste und hat erheblich dazu beigetragen, den Klub nach dem damaligen Abstieg sportlich wieder auf ein erfolgreiches Gleis zu setzen. „Die Arbeit macht mir große Freude“, sagte Hübner, „ich blicke sehr zuversichtlich in die Zukunft.“

Der AR hat die Verträge der Vorstände vor allem deshalb gerade jetzt verlängert, da es offenbar Versuche aus der Bundesliga gegeben hatte, die beiden erfolgreichen „Macher“ abzuwerben. „Sie haben bei anderen auf dem Wunschzettel gestanden“, sagte Steubing, „allerdings ist ja nicht immer Weihnachten.“ Jene Klubs, die mit „Bündeln Geld gewedelt haben“, hätten ihr Ziel nicht erreicht. Mit den Vertragsverlängerungen hat Steubing dem Vorstand, dem als „dritter Mann“ für die Finanzen noch der hochgeschätzte Oliver Frankenbach angehört, die hohen Erwartungen des AR deutlich gemacht. „Sie müssen noch viel bewegen in den nächsten Jahren“, sagte Steubing, „hier müssen dicke Bretter gebohrt werden, das sind eigentlich schon Platten.“

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Kontinuität an der Spitze

Gerade Sportboss Bobic, erst vor gut zwei Jahren nach Frankfurt gekommen, ist einen erstaunlichen Weg gegangen. „Es war für mich kein große Frage, bei diesem wunderbaren Verein zu bleiben, es macht mich stolz für die Eintracht zu arbeiten“, sagte Bobic, „ich spüre hier den absoluten Rückhalt, den ich für meine Arbeit brauche.“ Er habe den Verein „schätzen und lieben gelernt.“ Diese Faktoren seien mehr wert als ein paar Euro mehr. Er genieße die Freiheiten, die ihm zugestanden werden. „Das ist einmalig“, sagte er. Für die Zukunft formulierte Bobic allgemeine Ziele: „Wir werden ein gehobener Ausbildungsverein bleiben. Wir wollen immer eine Mannschaft aufs Feld bringen, auf die die Fans stolz sind.“

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Für Hellmann, der einst schon in der Fankurve gestanden hatte, war ein Vereinswechsel sowieso kein Thema. „Für ich gibt es nichts Reizvolleres als Eintracht Frankfurt“, sagte er. Ziel des Klubs sei es „dauerhaft unter den Top 10 der Bundesliga zu sein.“ Auch Hellmann hob das Vertrauensverhältnis als wichtigen Baustein der neuen Eintracht hervor. „Der AR lässt uns machen, weil er weiß, dass das Schiff in die richtige Richtung segelt“, sagte er, „AR und Vorstand bilden eine Einheit, das ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.“ Die Eintracht habe sich in den letzten Jahren eine gute wirtschaftliche Basis erarbeitet, müsse aber immer wieder „über den Markt performen, weil wir gegen Vereine mit externen Finanzierungen antreten müssen.“ Die Basis der Eintracht sei „die Kraft und Wucht des Vereins.“

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