Vor Spiel gegen Berlin

„Das 1:6 spielt keine Rolle mehr“

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Carlos Zambrano im Zweikampf mit Herthas Adrian Ramos (in blau).

Frankfurt - Mit dem 1:6 gegen Hertha BSC Berlin hat am ersten Spieltag das Dilemma der Frankfurter Eintracht in der Fußball-Bundesliga begonnen. Danach lief nichts mehr wie geplant, aus der Spitzenmannschaft der vergangenen Saison ist ein Abstiegskandidat geworden.

An der taktischen Einstellung wurde beim Training gestern gefeilt. Die ganze Mannschaft hat Offensivpressing geübt, sogar Torwart Kevin Trapp war daran mit Aktionen an der Mittellinie beteiligt. „Ganz so offensiv spielen wir natürlich nicht“, schmunzelte Trainer Armin Veh, „aber es schadet ja dem Torwart nicht, wenn er ein bisschen mitspielt.“ Sichtbar wurde der Wille des Trainers und der Spieler, zu den Erfolgsrezepten aus der vorigen Saison zurückzukehren. Es soll vorwärts gehen bei der Eintracht, nicht nur ganz allgemein in der Tabelle, sondern auch ganz speziell in den Spielen. Die Gegner dürfen sich jedenfalls auf eine angreifende Frankfurter Mannschaft einstellen.

Neue Kraft getankt

Um damit erfolgreich zu sein, sind allerdings natürlich Tore dringend notwendig. Für sie ist in erster Linie Meier zuständig. Der übernimmt gerne Verantwortung, wehrt sich aber gegen eine Überhöhung seiner Person. „Es kommt auf die ganze Mannschaft an“, sagt der 31 Jahre alte „Mittelfeld-Stürmer“. Der Spruch, „läuft’s bei Meier, läuft’s bei der Eintracht“, schmeichele ihm zwar, treffe aber nicht zu und helfe dem Team auch nicht weiter. „Es hängt nie an einem einzelnen“, ist er sicher.

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Nach allgemeiner Einschätzung ist die Mannschaft besser vorbereitet als im Sommer. „Wir haben ordentlich Kraft getankt“, sagt Rosenthal. Gerade ihm habe die harte Vorbereitung gutgetan. Aus „dicken Beinen“ nach den intensiven Konditionseinheiten, seien längst „starke Beine“ geworden. Was er und seine Kollegen am Samstag beweisen wollen. Einig ist sich das Frankfurter Angriffsduo, dass das Rückspiel gegen die Berliner mit dem Hinspiel nicht mehr viel zu tun haben wird. „Das 1:6 war schon nach drei Tagen vergessen“, sagt Meier, „das spielt keine Rolle mehr.

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sp

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