Frankfurter scheitern im Pokal mit 0:1 an Drittligist Aue

DFB-Pokal: Wegner blamiert die Eintracht

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Frankfurt am Boden, Aue obenauf: Eintracht-Spielmacher Marc Stendera (rechts vorne) hat hier gegen die Auer Christian Tiffert (Mitte) und Mario Kvesic (links) das Nachsehen. Hinten kommt Slobodan Medojevic zu spät.

Aue - Die Krise war nur kurz weg. Jetzt ist die Frankfurter Eintracht wieder mittendrin. Drei Tage nach dem Bundesliga-Auswärtssieg in Hannover flog sie beim Drittligisten Erzgebirge Aue aus dem DFB-Pokal. Von Peppi Schmitt

Die Auer waren wie schon im Jahr 2012 Endstation für die Eintracht, damals hieß es 3:0 für den Zweitligisten, diesmal 1:0 (0:0) für den inzwischen Drittligisten. Die Enttäuschung war mindestens genauso groß. Enttäuschung über das Ergebnis, vor allem aber Enttäuschung über eine ganz schwache Leistung. Genauso peinlich wie der Auftritt der Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit war auch jener der 2 500 mitgereisten Fans, die wieder einmal mit Feuerwerkskörpern zündelten. Und so ist der Eintracht nicht nur die gute halbe Million Euro fürs Erreichen der nächsten Runde durch die Lappen gegangen, die Reise ins Erzgebirge wird sie auch noch eine Strafe kosten.

Gerade als die Frankfurter vor 10 .700 Zuschauern die Partie in den Griff zu bekommen schienen, gelang den Gastgebern eine Viertelstunde vor Schluss der „goldene Treffer“ durch Max Wegner. „Aue war gar nicht so gut, wir waren so schlecht“, sagte Stefan Aigner treffend, „es war einfach ein Scheissspiel.“ Gegenüber dem Sieg in Hannover hatte Trainer Armin Veh in der Anfangsformation eine Änderung vorgenommen. Für Bastian Oczipka kam Slobodan Medojevic zum Einsatz, spielte neben Stefan Reinartz im defensiven Mittelfeld. Marc Stendera rückte nach Linksaußen. Medojevic spielte dominant, gewann neben Carlos Zambrano die meisten Zweikämpfe, versuchte Struktur ins Spiel zu bringen. Stendera aber, in Hannover noch Doppeltorschütze, tauchte völlig ab, fiel eigentlich nur durch Fehlpässe auf. Da war er freilich nicht der einzige.

Bilder: Eintracht blamiert sich in Aue, Fans zündeln

Die Eintracht war zwar um Spielkontrolle bemüht. Doch dies klappte nicht, weil es immer wieder haarsträubende Fehlpässe gab, die die Auer zu Chancen geradezu einluden, die diese aber weitgehend ungenutzt ließen. Die Eintracht ihrerseits hatte in der ersten Halbzeit genau eine Chance. Makoto Hasebe gelang eine präzise Hereingabe, Alex Meier nahm den Ball direkt, schoss aber drüber.

Veh versuchte in der Pause zu reagieren, brachte für Constant Djakpa nun Oczipka und für Reinartz Luca Waldschmidt. Das brachte in den ersten zehn Minuten eine gewisse Verbesserung. Waldschmidt und Seferovic hatten gute Gelegenheiten, vergaben diese aber leichtfertig. Dennoch hatte die Eintracht die Partie nun im Griff, produzierte nicht mehr ganz so viele Fehlpässe. In der 72. Minute scheiterte Meier freistehend an Aues Torwart Männel. „Danach hat uns das Selbstvertrauen gefehlt“, ärgerte sich der Torschützenkönig der letzten Saison. Und fast im Gegenzug fiel das 0:1. Skalatidis spielte Russ den Ball durch die Beine, Zambrano verlor den Zweikampf gegen Max Wegner und Hradecky hatte keine Chance. Danach kam nicht mehr viel von der Eintracht. Haris Seferovic, an diesem Abend ein Totalausfall, vergab auch die letzte große Chance.

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