Eintracht überzeugt gegen Krakau

Wertvolles, aber teures Testspiel

+
Jan Rosenthal behauptet sich gegen den Krakauer Osman Chavez. Der Frankfurter scheint das Rennen um den letzten offenen Platz im Eintracht-Team gegen Joselu gewonnen zu haben.

Frankfurt - Im dritten und letzten Testspiel vor dem Start in die Rückrunde am nächsten Samstag gegen Hertha BSC Berlin hat die Frankfurter Eintracht gestern Nachmittag zum ersten Mal gewonnen.

Den Niederlagen gegen den FC Schalke 04 (2:3) und Schachtjor Donezk (0:1) im Rahmen des Trainingslagers in Abu Dhabi folgte ein 2:0 (2:0)-Erfolg gegen Wisla Krakau im eigenen Stadion. „Ich denke, wir sind ganz gut gerüstet“, sagte Trainer Armin Veh nach den 90 Minuten in der gähnend leeren WM-Arena.

Das Spiel musste aus Sicherheitsgründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Eintracht wollte keine Zusammenstöße der beiden Fangruppen riskieren. Aus sportlichen Gründen wollte die Eintracht auf die Begegnung nicht verzichten. Man habe einen „robusten Gegner“ gesucht, sagte Sportdirektor Bruno Hübner, „weil wir auch die Hertha sehr robust erwarten“. Also luden die Frankfurter Krakau zum Kurzbesuch ein, bezahlten den Flug, Mittag- und Abendessen und die Zimmer im Tageshotel. Ein ziemlich teures Freundschaftsspiel also, denn Einnahmen gab es ja keine.

Eigene Abwehr nie in Gefahr

Sportlich hatte der Test erfüllt, was sich der Trainer vorher erhofft hatte. Die Frankfurter waren über 90 Minuten die deutlich überlegene Mannschaft, waren in der eigenen Abwehr nie in Gefahr gekommen. Torwart Kevin Trapp musste nicht einen einzigen Ball abwehren, was neben der Harmlosigkeit des Gegners auch für die Stabilität der Innenverteidigung spricht. Carlos Zambrano und Marco Russ harmonierten in der Defensivzentrale gut in der ersten Halbzeit. Und auch Neuzugang Alexander Madlung hinterließ nach dem Wechsel einen grundsoliden Eindruck.

Veh ließ mehr als eine Stunde lang jene Mannschaft spielen, die vor einem Jahr in der Hinrunde die Liga aufgemischt hatte. Alleine Kapitän Pirmin Schwegler blieb schon nach der ersten Halbzeit wegen einer leichten Oberschenkelprellung in der Kabine. Dies sei eine „reine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen, sagte der Trainer.

Eintracht gewinnt Testspiel gegen Krakau

Eintracht gewinnt Testspiel gegen Krakau

Die Ausnahmen bei der Rückkehr zum alten Team waren nur marginal. Für den verletzten Bastian Oczipka spielte Constant Djakpa Verteidiger, für Bamba Anderson spielte Russ. Als Partner neben Alexander Meier agierte Jan Rosenthal ganz vorne. Das tat der Offensive ganz gut, vor allem, weil Meier wieder zu seiner Bestform zu finden scheint. Fast logisch, dass Frankfurts bester Schütze auch beide Treffer erzielte. In der 15. Minute traf Meier, der am Freitag seinen 31. Geburtstag gefeiert hatte, mit einem Volleyschuss nach Flanke von Djakpa, in der 34. Minute verwandelte er einen Elfmeter ganz sicher, nachdem Stefan Aigner gefoult worden war. Die vor dem Anpfiff vermeintlich letzte offene Position im Team scheint nun auch vergeben zu sein. Rosenthal erhielt wieder den Vorzug vor Joselu.

Eintracht: Trapp - Jung (67. Schröck), Zambrano, Russ, Djakpa - Schwegler (46.Madlung), Rode (67. Lanig) - Aigner (67. Weis), Meier (67. Kadlec), Inui (67.Barnetta) - Rosenthal (67. Joselu)

Tore: 1:0, 2:0 Meier (15., 34./FE)

sp

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare