Wiedwald beschert Luxusproblem

Frankfurt - Es war sein achtes Spiel in dieser Saison als Vertreter für den verletzten Stammtorwart Kevin Trapp. Und es war sein bestes. Felix Wiedwald war der überragende Spieler der Frankfurter Eintracht beim 2:0 gegen Borussia Dortmund, der Garant für den Erfolg.

„Felix Wiedwald hat uns im Spiel gehalten“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. „Felix war heute unbezwingbar“, schwärmte Finanzvorstand Axel Hellmann vom Eintracht-Torhüter, „er hat wirklich sensationell gehalten.“ Und dafür gesorgt, dass er zum ersten Mal ohne Gegentor blieb. „Es ist schön, dass ich dazu etwas beitragen konnte“, sagte er bescheiden.

Eintracht-Zeugnis gegen Borussia Dortmund

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Damit war dann aber auch Schluss mit der Bescheidenheit. „Jetzt habe ich Blut geleckt“, sagte der 24 Jahre alte Torwart, „jetzt will ich auch drin bleiben.“ Damit steht die Eintracht vor einem Luxusproblem, nämlich zwei tolle Torhüter zu haben. Zur Rückrunde wird Kevin Trapp zurückkehren. Die etatmäßige Nummer eins, mit der die Eintracht unbedingt den bis 2016 laufenden Vertrag verlängern will, hat bereits wieder das Training aufgenommen. Wiedwald aber ist nach solchen Leistungen längst kein Ersatz mehr.

Der ehemalige Bremer und Duisburger ist überzeugt davon, die Klasse für die Bundesliga zu haben. Und dies hat er eindrucksvoll nachgewiesen. „Ich entwickele mich mit jedem Spiel weiter“, sagte er nach dem großen Abend gegen Dortmund. Auch BVB-Coach Jürgen Klopp lobte den Gegner. „Wiedwald hat toll gehalten“, sagte er.

Eintracht besiegt Dortmund

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Eintracht mit Sieg gegen Dortmund
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Bei der Eintracht gab es nach dem Triumph nur fröhliche Gesichter. „Vor zwei Wochen hat niemand mehr an uns geglaubt“, sagte Stefan Aigner, „jetzt sind wir wieder da mit sechs Punkten, aber so ist der Fußball.“ Aus Sicht des Frankfurter Flügelstürmers waren die drei Punkte gerechter Lohn. „Es war eine gute Leistung der ganzen Mannschaft und ein verdienter Sieg.“

Drei Lanig-Tore im Eintracht-Testspiel

(sp)

Rubriklistenbild: © dpa

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