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Eintracht Frankfurt hakt 1:1 gegen Gladbach ab

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Von: Peppi Schmitt

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Sieg vergeben: Der Schuss von Timothy Chandler (links) wird von Stefan Lainer abgewehrt. Gladbachs Keeper Tobias Sippel muss nicht eingreifen.
Sieg vergeben: Der Schuss von Timothy Chandler (links) wird von Stefan Lainer abgewehrt. Gladbachs Keeper Tobias Sippel muss nicht eingreifen. © dpa

Drei Tage nach dem Einzug ins Europapokal-Finale hat sich die Frankfurter Eintracht einen Punkt gegen Borussia Mönchengladbach erkämpft. 1:1 (0:1) stand es nach 90 Minuten und die 51 500 Zuschauer gingen zufrieden nach Hause. Nach einer schwachen ersten Hälfte, in der bei den Frankfurtern die B-Elf auf dem Platz gestanden hatte und die Borussia durch Allasane Plea in Führung gegangen war, steigerte sich die Eintracht deutlich. Goncalo Paciencia gelang der gerechte Ausgleich.

Frankfurt – Nach Schlusspfiff richtete Sebastian Rode ein paar Worte an die Fans. „Wir haben noch Großes vor und wollen am Donnerstag nach dem Finale auf dem Römer mit euch allen feiern“, sagte der Kapitän und forderte bis dahin „zehn Tage lang Vollgas“. Der Frankfurter Trainer hatte bereits das Endspiel im Kopf. „Am Montag steht Regeneration und Behandlung auf dem Programm, dazu ein Mediaday der UEFA“, sagte Oliver Glasner, „am Dienstag und Mittwoch wird frei sein.“ Party-Ausflüge wie bei den Bayern sind untersagt. Glasner: „Ab Donnerstag bereiten wir uns auf Glasgow vor und das Spiel in Mainz ist die absolute Generalprobe.“

Dass der Frankfurter Trainer in diesen Tagen keine Kompromisse mehr kennt, überraschte niemanden. Mit Kevin Trapp, Tuta und Evan Ndicka standen nur drei „Europacup-Helden“ in der Startelf. Djibril Sow, Filip Kostic, Daichi Kamada, Ansgar Knauff und Jens Petter Hauge saßen auf der Bank, Kristijan Jakic, Rode, Rafael Borré und Jesper Lindström auf der Tribüne. Und Martin Hinteregger ist ja sowieso verletzt.

Die zusammengewürfelte Mannschaft spielte genauso - zusammengewürfelt. Da war kein Verständnis, keine Abstimmung, da war am Anfang blankes Chaos. Die Gladbacher nutzten dies zu einem Blitzstart. Jonas Hofmann scheiterte in der dritten Minute noch an Kevin Trapp, wenig später aber konnte der Torwart nichts mehr retten. Aymen Barkok hatte im Mittelfeld den Ball verloren, Timmy Chandler lief hinterher, Stefan Lainer passte nach innen und Alassane Plea war einen Tick schneller als Tuta.

Bis Goncalo Paciencia und Sam Lammers überhaupt zum ersten Mal so richtig am Ball waren, verging fast eine Viertelstunde. Zum Glück für die Eintracht setzten die Gäste nicht wirklich nach. Bis zur Pause wurde im weiten Rund eine Portion langweiliger Sommerfußball geboten.

Das wurde nach dem Wechsel besser. Zunächst hatte die Borussia die Gelegenheit zum zweiten Tor, doch Embolo scheiterte am prächtig reagierenden Trapp. Dann hätte Stefan Ilsanker in seinem letzten Heimspiel für die Eintracht fast getroffen, doch Plea kratzte den Ball von der Linie. Nun war die Eintracht im Spiel, bewirkt hatten das die Einwechslungen, die „Waffengleichheit“ herstellten. Es war fast schon logisch, dass den Frankfurtern der Ausgleich gelang. Paciencia fasste sich ein Herz, zog aus 25 Metern ab und traf unter die Latte (66.).

Hasebe rettete nach einem Drehschuss von Embolo per Kopf auf der Linie und kurz darauf stockte allen, die es mit der Eintracht halten, der Atem. Nach einem Schuss von Luca Netz parierte Trapp mit der rechten, lädierten Hand. Zwei Minuten wurde er behandelt, konnte aber weitermachen. Chandler hatte drei Minuten vor dem Ende die Chance zur Führung, sein Schuss wurde geblockt. Und als der Ball dann in der letzten Minute doch noch im Tor lag, hatte Kamada einen Hauch im Abseits gestanden. „Es war ein toller Fußball-Nachmittag mir einem gerechten Ergebnis“, meinte Glasner: „Ich bin sehr zufrieden und mächtig stolz.“

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