„Wir sollten nicht alles schlechtmachen“

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Armin Veh hat nach dem Ausfall von Pirmin Schwegler Alexander Meier zum neuen Eintracht-Kapitän bestimmt.

Frankfurt (sp) - Es ist nicht die leichteste Aufgabe, die Alexander Meier in diesen Tagen bei Eintracht Frankfurt übernommen hat. Trainer Armin Veh hat den 29 Jahre alten Mittelfeldspieler in Vertretung des verletzten Pirmin Schwegler zum Kapitän ernannt.

Meier spielt seit 2004 für die Eintracht, ist damit nach Torwart Oka Nikolov dienstältester Spieler beim Zweitligisten. In diesem Interview spricht er über seine neue Rolle, neue Spieler und die Chancen im Aufstiegskampf.

Die Generalprobe gegen Lausanne hat die Mannschaft mit der 0:1-Niederlage verpatzt. Wie steht es um die Eintracht eine Woche vor dem ersten Heimspiel 2012 gegen Braunschweig?

Meier: Gegen Lausanne haben wir schlecht gespielt, vor allem in der ersten Halbzeit. Da brauchen wir nicht drumherum zu reden. Aber grundsätzlich sehe ich keinen Grund zum Pessimismus.

Was stimmt Sie zuversichtlich?

Wir haben eine gute Mannschaft und wir haben auch eine gute Hinrunde gespielt. Das gilt auch, obwohl es am Ende nicht mehr ganz so gut gelaufen ist. Wir sollten jetzt nicht alles schlechtmachen. Wir liegen nur drei Punkte hinter der Spitze auf Platz drei und haben noch alle Chancen.

Das Experiment mit Ihnen und Benny Köhler im Sturm ist im letzten Testspiel gegen Lausanne gescheitert. Habt ihr grundsätzlich ein Problem mit dem Toreschießen?

Das hat wirklich nicht funktioniert mit uns beiden da vorne. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann genug Chancen, um zu treffen. Da hätten wir drei, vier Tore machen müssen. Ich hoffe, dass die Bälle gegen Eintracht Braunschweig dann wieder reingehen.

Braucht die Eintracht einen neuen Stürmer? Muss Patrick Helmes kommen?

Wenn er kommt, wäre es gut, wenn nicht, haben wir trotzdem gute andere Stürmer.

Schwächt der Verkauf von Theofanis Gekas die Mannschaft?

Er hat in der Hinrunde sieben Tore geschossen. Aber ob er fehlt, wird sich erst am Ende der Saison zeigen.

Zu Beginn der Saison haben Sie überragend gespielt, mit acht Toren sind Sie noch immer der erfolgreichste Frankfurter Torschütze. Wie fühlen Sie sich aktuell?

Richtig gut, ich bin topfit, habe keine Verletzungen oder Blessuren.

Sie waren seit Saisonbeginn im Mannschaftsrat. Jetzt sind Sie der Kapitän. Empfinden Sie es als besondere Aufgabe?

Es war die Idee des Trainers, vielleicht weil ich schon mit am längsten da bin. Verantwortung habe ich schon immer übernommen, auch wenn ich eher ein ruhiger Typ bin. Dafür hätte ich die Binde nicht gebraucht.

Müssen sich die Spieler vor dem Start noch einmal zusammensetzen? Werden Sie als Spielführer einen Mannschaftsabend initiieren?

Nein, das haben wir schon im Trainingslager in Katar gemacht. Und was zum Spiel zu sagen ist, wird der Trainer uns sagen.

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