Wütende Pfiffe gegen Halil Altintop

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Eintracht-Stürmer Halil Altintop wurde zum Buhmann für die eigenen Fans.

Frankfurt (sp) ‐  Pfiffe gegen einen einzelnen Spieler hatte es schon lange nicht mehr gegeben im Frankfurter Stadion. Doch eine Viertelstunde vor Schluss waren auch die treuesten Fans in der Eintracht-Kurve mit ihrer Geduld am Ende.

Als Halil Altintop wieder einmal einen Ball verloren hatte, gab es gellende Pfiffe. Trainer Michael Skibbe wechselte Altintop kurz darauf gegen Amanatidis aus.

Die Höchststrafe für den 28 Jahre alten Frankfurter Mittelfeldspieler: Die Auswechslung wurde mit Beifall, der Abgang mit Pfiffen begleitet. Als Sportler müsse man damit „zurechtkommen“, sagte Trainer Skibbe lapidar. In der Vergangenheit waren es häufig Alex Meier und Benjamin Köhler, die zur Zielscheibe der eigenen Fans geworden waren, in der vergangenen Saison auch Selim Teber. Jetzt ist es Altintop, dem seit Wochen aber auch nichts mehr gelingen will.

Nicht so gelassen wie der Trainer hatte Patrick Ochs auf die Missfallenskundgebungen gegen den Kollegen reagiert. Der Kapitän ging noch auf dem Platz zu Altintop, gab ihm einen aufmunternden Klaps auf die Schulter. Und fand später deutliche Worte. „Es kann nicht sein, dass unsere Fans einen einzelnen Spieler auspfeifen“, sagte Ochs, „so darf man mit Menschen nicht umgehen.“ Altintop gebe immer alles für die Mannschaft und diesmal sei eben einiges schief gegangen. Altintop waren zuletzt gegen Mainz und beim Pokalaus in Aachen zweimal dicke Fehler in der Defensive unterlaufen.

Auch mit Benjamin Köhler, der mit einem Fehler vor dem 0:1 die Niederlage eingeleitet hatte, konnte Ochs mitfühlen. „Solche Sachen passieren einfach“, sagte er, „da mache ich ihm keinen Vorwurf.“

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