Köln hat neuen Coach

Nachfolger von Markus Anfang steht fest - Beierlorzer wird Cheftrainer des 1. FC Köln

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Achim Beierlorzer wird neuer Trainer des 1. FC Köln.

Nächste Saison wird der Bundesligarückkehrer aus Köln von Achim Beierlorzer trainiert. Er wird damit Interimstrainer Andre Pawlak nachfolgen.

Update vom 13. Mai 2019:

Zweitligameister 1. FC Köln geht sein Comeback in der Fußball-Bundesliga mit Achim Beierlorzer auf dem Trainerstuhl an. Der 51-Jährige, der am Sonntag mit Jahn Regensburg bei seinem künftigen Arbeitgeber einen 5:3-Erfolg feierte, erhält am Geißbockheim einen Vertrag bis 2021. Der FC zahlt Regensburg nach übereinstimmenden Medieninformation eine Ablöse in Höhe von 700.000 Euro.

Beierlorzer bereit für neue Herausforderung

"Achim hat bei seinen vergangenen Stationen sehr gute Arbeit geleistet. Er hat starke Führungsqualitäten und ist sehr integrativ, indem er viel kommuniziert. Darüber hinaus schätze ich seine authentische Ausstrahlung und dass er die Dinge positiv angeht", sagte FC-Geschäftsführer Armin Veh.

Beierlorzer erklärte: "Ich bin dem SSV Jahn Regensburg und meiner Mannschaft sehr dankbar für die letzten beiden Jahre. Doch alle, die mich kennen, wissen, wie wichtig neue Herausforderungen für mich sind. Deshalb habe ich keine Sekunde gezögert, als das Angebot aus Köln kam, in der Bundesliga zu arbeiten. Gerade bei so einem großartigen Traditionsverein mit solchen Fans. Darauf freue ich mich riesig."

Beierlorzer beerbt Interimstrainer Andre Pawlak in Köln

Beierlorzer wird damit Nachfolger von Interimstrainer Andre Pawlak, der am 6. Mai in seinem ersten Spiel auf der FC-Bank den sechsten Aufstieg des dreimaligen Meisters perfekt gemacht hatte. Pawlak wird beim sportlich bedeutungslosen Saisonabschluss am Sonntag bei Absteiger 1. FC Magdeburg letztmals auf der Bank der FC-Profis sitzen. Der 48-Jährige hatte am 27. April den entlassenen Markus Anfang ersetzt.

Beierlorzer steht beim Jahn seit 2017 an der Seitenlinie. Zuvor hatte er drei Jahre lang bei RB Leipzig im Jugendbereich gearbeitet sowie in der Saison 2015/16 als Co-Trainer von Ralf Rangnick am Bundesliga-Aufstieg der Sachsen mitgewirkt.

Nachfolger von Markus Anfang steht angeblich fest - Er trainiert aktuell einen Zweitligisten

Update vom 9. Mai: Jahn Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer wird nach Informationen der „Bild“-Zeitung und von „Sport Bild“ neuer Coach des 1. FC Köln. Die Zusage des 51-Jährigen beim Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga sei längst da, hieß es am Donnerstag. Die Personalie müsse von den zuständigen Gremien der Rheinländer nur noch genehmigt werden.

Der FC teilte mit, man kommentiere keine Personalspekulationen. Der SSV Jahn war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Beierlorzer ist seit knapp zwei Jahren Chefcoach in der Oberpfalz und hielt den Außenseiter dabei stets souverän von der Abstiegszone fern. Am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gastiert der Jahn am vorletzten Spieltag just bei Beierlorzers möglichem künftigen Team in Köln.

Der 1. FC Köln hatte sich am 27. April von Trainer Markus Anfang getrennt. Dessen Nachfolger André Pawlak ist als Interimscoach nur bis zum Saisonende verantwortlich. Mit dem 4:0-Sieg am vergangenen Montag bei der SpVgg Greuther Fürth hatten die Kölner ihren sechsten Aufstieg in die Bundesliga vorzeitig perfekt gemacht.

Update vom 10. April 2019: Drama im Fußball-Stadion! Nach dem Zweitliga-Spiel MSV Duisburg gegen 1. FC Köln rannte FCK-Trainer Markus Anfang wegen eines medizinischen Notfalls aus dem Stadion.

Erstmeldung: Zurückgetretener FC-Präsident wollte offenbar Entlassung von Anfang oder Veh durchsetzen

Köln - Beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln sollten nach dem 2:1-Sieg beim FC Ingolstadt entweder Trainer Markus Anfang oder die Geschäftsführung entlassen werden. Das erklärte Vizepräsident Markus Ritterbach im Interview der Kölnischen Rundschau (Samstag). Aus dem Skiurlaub habe Vereinschef Werner Spinner zuvor eine Sprachnachricht an die Vizepräsidenten Ritterbach und Toni Schumacher geschickt und darin die Meinung vertreten, „dass wir nach dem Spiel in Ingolstadt entweder Trainer Markus Anfang oder die Geschäftsführung entlassen sollten. Wen es treffen sollte, wollte er Toni und mir überlassen“, sagte Ritterbach.

Er erläuterte zudem, man habe gewusst, dass Spinner im September nicht wieder als Präsident kandidieren würde. „Angesichts seiner Gesundheit kann das jeder verstehen. Aber es wäre gut für den Verein gewesen, wenn er bis September im Amt geblieben wäre.“ Nach internen Querelen hatte der 70 Jahre alte Spinner am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt. Er war seit April 2012 FC-Präsident.

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Ritterbach: „Spinner war nach Herz-OP verändert“

Es stimme, dass die Zusammenarbeit mit Spinner immer schwieriger geworden sei. „Und das bedauere ich. Wir waren mal ein Team, das füreinander eingestanden hat. Es waren zuletzt jedoch schwierige Bedingungen. Werner Spinner war nach seiner schweren Herzoperation verändert. Trotzdem muss man das Gesamtbild der vergangenen sieben Jahre sehen, und das ist positiv“, sagte Ritterbach.

Schumacher und Ritterbach hätten zuletzt in einem Krisengespräch noch vergeblich versucht, zwischen Spinner und Sport-Geschäftsführer Armin Veh zu vermitteln. „Wir hatten die Hoffnung, das sei noch zu reparieren. Armin Veh sah sich jedoch genötigt, den Vertrauensbruch öffentlich zu machen“, sagte Ritterbach. Das hatte Veh nach dem Erfolg in Ingolstadt getan.

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dpa

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