Bei 1899 Hoffenheim ist jeder Tag eine schöne Überraschung

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Haben derzeit gut Lachen: Hoffenheims Chefcoach Ralf Rangnick (links) und Torwarttrainer Cesar Thier.

Offenbach - Vom Zweitligaabsteiger zum Bundesliga-Tabellenführer: Cesar Thier (41), der ehemalige Torwart der Offenbacher Kickers, bereitet sich mit 1899 Hoffenheim auf den Rückrundenstart am Samstag gegen Energie Cottbus vor. In Hoffenheim trainiert er die Torhüter, hilft zudem den brasilianischen Profis als Übersetzer. Sein Vertrag läuft bis Saisonende. Die Kickers hat er weiter im Blick.  Von Holger Appel

Cesar Thier, mal ganz ehrlich: Hätten Sie nach dem bitteren Abstieg der Kickers gedacht, dass Sie künftig auf der Bank bei einem Topteam der Bundesliga sitzen?

Nein, daran hätte ich nicht im Traum gedacht. Ich bin total happy, dass ich hier arbeiten darf und hoffe, dass ich noch lange bleiben darf.

War dieser Aufschwung in Hoffenheim abzusehen?

Wir sind selbst überrascht, wie gut es läuft. Aber man muss inzwischen die Entwicklung dieser Mannschaft sehen. Sie wurde von Spieltag zu Spieltag stärker. Wir spielen besser als viele andere Klubs, stehen deshalb verdient ganz vorne.

Das klingt nach Höhepunkten rund um die Uhr...?

Ich kann wirklich keinen besonderen Höhepunkt aus diesem halben Jahr in Hoffenheim nennen. Hier ist jeder Tag eine schöne Überraschung.

Kann Hoffenheim als Aufsteiger Meister werden?

Möglich ist das schon, aber es wird sehr, sehr schwer. Diese Vorrunde ist doch nicht mehr zu toppen.

Warum?

Weil uns inzwischen jeder kennt und niemand mehr unterschätzt.

Muss nicht eher 1899 Hoffenheim aufpassen, am Samstag den ersten Gegner, den Tabellen-16. aus Cottbus, zu unterschätzen.

Nein, die Mannschaft weiß, dass das ein ganz schweres Spiel wird. Wir wollen unbedingt einen guten Start in die Rückrunde und einen guten Auftakt in unserem neuen Stadion. Man darf aber nicht vergessen, dass wir angeschlagen sind. Unser Torjäger Ibisevic fällt aus, Obasi auch, und Eduardo ist gesperrt. Wir sind vorne dünn besetzt, da muss man abwarten, wie wir das wegstecken.

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