Atmosphäre auf St. Pauli soll den FSV beflügeln

Frankfurt - Der unter Erfolgsdruck geratene FSV Frankfurt steht mit seinem Trainer Hans-Jürgen Boysen in der 2. Fußball-Bundesliga vor einer weichenstellenden englischen Woche. Auf das Gastspiel am Sonntag (13. 30 Uhr) beim FC St. Pauli folgt am Mittwoch die Pokalpartie beim Erstligisten VfB Stuttgart.

Am kommenden Sonntag steht für die Bornheimer dann das Duell mit Aufstiegskandidat Düsseldorf an. Danach wird Boysen sehen, wohin die Reise vorerst gehen wird. Elf Punkte aus elf Spielen sind bislang jedenfalls keine Bilanz, auf der man sich ausruhen kann.

„Die Aufgaben sind schwieriger als zuletzt. Es ist eine Phase, in der ich Leistung einfordere und einen Niveauanstieg erwarte“, sagte der Trainer: „Wir haben ein schwieriges Spiel vor der Brust. Aber mein Gefühl sagt mir, dass der starke Gegner, die tolle Atmosphäre dort und das 0:1 zuletzt gegen Cottbus der Mannschaft das gewisse Etwas verleihen wird.“ Der 54-Jährige hat sich sein Konzept zurechtgelegt. „Wir brauchen eine Mannschaft, die selbstbewusst einen leidenschaftlichen Fight abliefert. Dazu sind wir imstande.“ Aber das Verletzungspech mit sieben Profis - davon sechs Offensivspieler - zwingt Boysen zu einem Puzzle bei der richtigen Aufstellung.

Momar N’Diaye (Knie) fällt aus, Karim Benyamina ist erst wieder im Training. Babacar Guèye und Zafer Yelen waren zuletzt angeschlagen. Yelen trainierte wegen einer schweren Prellung am Schienbein kaum. Vyacheslav Hleb hat wie Benyamina noch körperliche Defizite. Deswegen wurde Marc Gallego aus der U23 in den Kader berufen. Definitiv fehlen werden Mario Fillinger, Andreas Dahlén, Markus Hofmeier (alle verletzt), Jutae Yun sowie Tufan Tosunoglu (beide Reha).

„St. Pauli zählt zu den Top-Mannschaften, auch wenn sie zuletzt zweimal zu Hause verloren haben“, sagte Boysen.

Die beiden FSV-Gechäftsführer Clemens Krüger (Finanzen) und Uwe Stöver (Sport) haben unterdessen angedeutet, bei Bedarf „ein, zwei neue Spieler nachzukaufen“ - wenn bis Weihnachten nicht 18 bis 20 Punkte auf dem Konto stehen.

FC St. Pauli: Tschauner - Schachten, Morena, Gunesch, Kalla - Boll, Daube - Schindler, Kruse, Bartels - Sliskovic

FSV Frankfurt: Klandt - Teixeira, Schlicke, Gledson, Gaus - Cinaz, Heitmeier - Hleb, Yelen, Chrisantus - Benyamina

dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare