FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen fordert gegen den VfB „Frechheit“

FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen will hoch hinaus. Gledson zeigt schon einmal wie es geht.
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FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen will hoch hinaus. Gledson zeigt schon einmal wie es geht.

Frankfurt - Trainer Hans-Jürgen Boysen träumt vom DFB-Pokalsieg des Zweitligisten FSV Frankfurt beim hochgewetteten VfB Stuttgart. Schwaben-Coach Bruno Labbadia aber hat etwas dagegen, dass die Hessen über den Bundesliga-Fünften morgen (20.30 Uhr) in die dritte Runde einziehen.

 „Wir sind der Favorit, die Mannschaft, die eine Runde weiter will“, sagte Labbadia. Es geht um mindestens 562.000 Euro, die der DFB für den Sprung ins Achtelfinale auslobt.

Aber der 54-jährige Boysen hat noch seinen vorerst letzten Pokal-Überraschungserfolg als Coach von Kickers Offenbach 2005 in der 1. Hauptrunde gegen den 1. FC Köln (3:1) im Hinterkopf. „Wir brauchen Selbstbewusstsein und Leidenschaft und wollen natürlich die Sensation schaffen. Es wird funktionieren, wenn alles stimmt und der VfB mit dem Gefühl kommt, uns im Vorbeigehen schlagen zu können.“

Boysen war Trainer beim längsten Elfmeterschießen der DFB-Pokalgeschichte

Boysen war auch Trainer des SV Sandhausen, der 1995 das längste Elfmeterschießen der DFB-Pokalgeschichte als Sieger beendete. 2:2 stand es nach 90 Minuten gegen den VfB Stuttgart, der sich am Ende mit dem derzeitigen Sportdirektor Fredi Bobic im Team mit 14:15 in Sandhausen beugen musste. Dafür waren 25 Elfmeter notwendig.

„Nur mit Frechheit kann man in Stuttgart etwas holen“

Allerdings fehlt dem FSV nach dem mühsamen Zweitliga-Start (Rang 12) und dem 1:2 zuletzt auf St. Pauli das notwendige Selbstvertrauen. „Wir müssen frech am Ball sein, eine gute Ballsicherung und Spielfortsetzung pflegen. Nur mit Frechheit kann man in Stuttgart etwas holen. Diese wollen wir an den Tag legen“, fordert Boysen.

Der FSV wird mit der selben Startelf wie gegen St. Pauli beginnen. Beim VfB sind noch drei Stammspieler angeschlagen.Arthur Boka hat eine Fußprellung,Martin Harnik undTamas Hajnal plagen Oberschenkelprobleme. „Vielleicht verspürt Bruno Labbadia Lust, dem ein oder anderen Spieler Einsatzzeit zu schenken. Aber egal wer kommt: Wer in der Ersten Liga im Kader steht, hat gute Qualität“, betonte Boysen.

dpa

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