Spieler meiden Fan-Kontakt

Nach WM-Aus: DFB-Team landet in Frankfurt

WM-Aus: Deutsche Nationalmannschaft landet in Frankfurt
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Die Bilder nach der Landung der Deutschen Nationalmannschaft in Frankfurt.
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Die Bilder nach der Landung der Deutschen Nationalmannschaft in Frankfurt.

Die Maschine aus Moskau landet mit Verspätung. Aus ihr steigen niedergeschlagene deutsche Nationalspieler. Den Kontakt mit den Fans am Flughafen meiden sie - nur schnell weg. Wir zeigen die Bilder.

Frankfurt - Auch die Rückreise von der WM in Russland endet für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wenig glamourös. Im abgeschotteten VIP-Bereich des Frankfurter Flughafens mit Hinterhof-Charme kommen Spieler, Trainer und Betreuer am Donnerstag an. Hinter dem heruntergelassenen Ausfahrtstor für Autos warten immerhin rund 300 Neugierige und Fans in einer Art Unterführung, um einen Blick auf das Team erhaschen zu können oder ein Autogramm zu bekommen. Meist sind die Hoffnungen vergebens.

Die müde und enttäuscht aussehenden Spieler steigen nach der Landung mit leichter Verspätung in dunkle Limousinen mit abgedunkelten Fenstern und lassen sich wegchauffieren. In der Menge der Wartenden auf der anderen Seite des Tores 13 sind nur wenige Deutschland-Trikots zu sehen, einige hoffen aber auf ein Autogramm der Spieler, doch die dunklen Limousinen fahren an ihnen vorbei. Bloß schnell nach Hause oder in den Urlaub - so wirkt das Ganze. "Schade, dass die Spieler nicht einmal gewunken haben", sagt eine Mutter von mehreren Kindern enttäuscht.

Drinnen, im Innenhof des VIP-Bereichs, stellen sich immerhin vier aus dem DFB-Tross kurz den zahlreichen Journalisten. Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, wie immer eloquent, aber mit müden Augen, erläutert noch einmal das Geschehene und kündigt eine gründliche Aufarbeitung des ersten, historischen WM-Ausscheidens in der Gruppenphase an. Oft fällt das Wort Enttäuschung - über die Leistung bei der WM, nicht nur bei der 0:2-Niederlage gegen Südkorea, die das Aus bedeutete. "Wir wissen, dass sich die Mannschaft nicht so präsentiert hat, wie sie sich in den letzten Jahren immer ausgezeichnet hat", sagt Bierhoff und kündigt eine "knallharte Analyse" an. Erstaunlich gelassen stellt sich Bundestrainer Joachim Löw nach der Rückkehr in der Heimat den Fragen. "Ich denke wir brauchen etwas Zeit, um das alles zu verdauen. Wir haben wirklich enttäuscht bei diesem Turnier", erklärt er. "Von daher sind wir alle wahnsinnig traurig, dass wir unseren Fans nicht das gegeben haben, was sie von uns erwartet haben."

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Von den Spielern kommt nur Kapitän Manuel Neuer und kommentiert noch einmal vor einem Dutzend wartender Fernsehteams, doppelt so vielen Fotografen und Journalisten den K.O. in Russland ohne Ausflüchte. "Wir stehen jetzt hier und haben Vieles vergeigt in den Spielen. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben", sagt der Nationaltorwart. "Mit der Kritik müssen wir leben, und der stellen wir uns auch."

DFB-Präsident Reinhard Grindel kündigt zwar auch eine akribische Aufarbeitung der Ursachen des WM-Ausscheidens an, richtet seinen Blick aber zugleich weit in die Zukunft. "Heute in drei Monaten fällt die Entscheidung über die Vergabe der Fußball-EM 2024", sagt er. Bei der WM sei er oft angesprochen worden von vielen Freunden aus dem Europäischen Fußball-Verband. Dabei habe er gespürt, dass der DFB für Seriosität und Stabilität in Europa stehe. "Deswegen ist es wichtig, dass wir kühlen Kopf bewahren und genau diese seriöse Art beweisen, mit der Niederlage, die wir in Russland haben hinnehmen müssen, umzugehen." (dpa)

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