„Gehört in Extremsituationen auch mal zu unserem Geschäft“

VfB-Sportvorstand Reschke gibt Lüge bei Aussage über Korkut zu

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VfB-Sportvorstand Michael Reschke (l.) bei der Vorstellung von Tayfun Korkut (r) am 29. Januar 2018. Acht Monate später war die Zusammenarbeit schon wieder beendet.

Sportvorstand Michael Reschke vom VfB Stuttgart hat zugegeben, in der Causa Tayfun Korkut gegenüber der Öffentlichkeit nicht ehrlich gewesen zu sein. Mehr noch, er hält Flunkern in dem Geschäft für normal.

Stuttgart - Sportvorstand Michael Reschke vom VfB Stuttgart hält Lügen im Fußball für notwendig. „Ganz ehrlich: Natürlich gehört das in Extremsituationen auch einmal zu unserem Geschäft. Du kannst ja gar nicht jeden Gedanken öffentlich äußern“, sagte Reschke in einem Interview der „Sport Bild“ (Mittwoch). „Ein bisschen Flunkern gehört dazu. Es geht grundsätzlich immer nur darum, was das Beste für den Club ist.“

Der VfB Stuttgart trennte sich am Sonntagmorgen von seinem Trainer Tayfun Korkut. Unmittelbar nach dem 1:3 gegen Hannover 96 wenige Stunden zuvor hatte Reschke einen solchen Schritt noch ausgeschlossen. „Ich gebe offen zu, dass ich in der Frage nicht ganz ehrlich war und respektiere, wenn das nun in der Öffentlichkeit anders interpretiert und missverstanden wird. Damit kann und muss ich leben“, sagte Reschke.

An diesem Mittwoch (11.00 Uhr) stellt der VfB Stuttgart Markus Weinzierl als neuen Trainer vor. Der Ex-Coach des FC Augsburg und vom FC Schalke 04 unterschrieb einen Vertrag bis 2020.

dpa

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