FSV rückt jetzt enger zusammen

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Bernd Reisig

Frankfurt ‐ Jetzt wird es eng auf der Bank des FSV Frankfurt. Geschäftsführer Bernd Reisig hat beschlossen, „ein Zeichen zu setzen“ und wird beim Auswärtsspiel in Paderborn (Sonntag, 13.30 Uhr) neben Trainer Hans-Jürgen Boysen auf der Bank Platz nehmen. Von Josef Schmitt

„Ich möchte zeigen, dass ich zu dieser Mannschaft stehe“, sagt der FSV-Boss, der nach dem 0:5-Debakel letzte Woche gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth erst einmal ein paar Tage in seinem Urlaubsdomizil auf Mallorca ausgespannt hatte. Mitte der Woche ist Reisig mit neuem Mut zurückgekehrt. „Es war eine schlimme Niederlage“, sagt er, „aber das Gute ist, dass in der Tabelle nichts weiter passiert ist.“ Doch gestern hat sich die Situation für den FSV verändert. Die TuS Koblenz, die aus den ersten beiden Spielen nur einen Punkt geholt hatte, besiegte den Tabellenfünften Düsseldorf 1:0 und hat sich auf dem Relegationsplatz jetzt drei Punkte vom FSV abgesetzt. „Wir bekommen in Paderborn die Chance etwas gutzumachen“, sagt Reisig, „die sollten wir nutzen.“

Ganz unabhängig vom Ergebnis fordert der FSV-Chef, „dass alle sich nachher fragen müssen, ob sie alles dafür getan haben, nicht zu verlieren“. Die Führung des FSV hat jedenfalls nichts unversucht gelassen und mit Vlad Munteanu vom VfL Wolfsburg und Sascha Mölders von Rot-Weiß Essen noch einmal zwei neue Leute geholt. Im Kader werden beide Spieler stehen, das hat Hans-Jürgen Boysen bereits angekündigt. Ob er sie auch aufstellen wird, ließ er noch offen.

Der Trainer hat auf die zwei 0:5-Pleiten reagiert und gleich fünf Spieler aussortiert. Soumaila Coulibaly, Matthew Taylor, Kirian Ledesma, Dajan Simac und Alexis Theodosiadis wurden aus dem Profikader gestrichen. Sie trainieren jetzt mit der U23.

Auf „vier Positionen“ werde er die Mannschaft wohl verändern, kündigte Hans-Jürgen Boysen an. Und so wird Mölders wohl neben dem Brasilianer Cidimar stürmen und Munteanu wird versuchen, im Mittelfeld die Fäden zu ziehen.

Doch mit einer Verstärkung der Offensive wird es alleine nicht getan sein. Zwei 0:5-Niederlagen hintereinander zeigen, dass den FSV auch in der Abwehr der Schuh drückt. Deshalb wird wohl auch die Abwehrkette verändert werden. Für den verletzten Stefan Hickl wird der ehemalige Offenbacher Christian Müller rechter Verteidiger spielen, für den erkrankten und formschwachen Gledson kommt Alexander Klitzpera ins Team. Fehlen werden wegen Verletzungen weiterhin Sebstian Göbig und Kapitän Sead Mehic.

FSV: Klandt - Müller, Klitzpera, Husterer, Voigt - Lagerblom, Ledgerwood, Munteanu, Kujabi - Cidimar, Mölders.

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