Erst der „Brocken“, dann die Gespräche

Hessen Dreieich rechnet sich auch gegen Mannheim etwas aus

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Ljubisa Gavric (links, gegen Mannheims Timo Kern) war mit dem SC Hessen Dreieich im Hinspiel beim SV Waldhof nah dran an einer Überraschung. Im Rückspiel soll sie nun gelingen.  

Offenbach -  Das Beste kommt für den SC Hessen Dreieich in der Tat zum Schluss. Nach dem 1:0-Erfolg beim Tabellenzweiten Steinbach hat der Aufsteiger am Samstag (14 Uhr) im letzten Spiel des Jahres den Tabellenführer aus Mannheim zu Gast. Von Christian Düncher 

Noch ein Spiel und die anschließende Weihnachtsfeier, dann verabschieden sich die Spieler des Fußball-Regionalligisten SC Hessen Dreieich in die Winterpause. „Für die Jungs steht dann Erholung an“, sagt Yüksel Ekiz, der Sportliche Leiter des Aufsteigers. Der 37-Jährige hat hingegen noch etwas Arbeit vor sich. Mit dem Trainerteam sowie weiteren Verantwortlichen gilt es, einiges zu klären, das den weiteren Saisonverlauf betrifft.

Zuletzt war es etwas ruhiger geworden um Ekiz. „Ich hatte auch privat viel zu tun“, erklärt er. „Am Sonntag habe ich mir aber das OFC-Spiel gegen Walldorf angesehen.“ Die Gegner im Blick zu haben, ist eine seiner Aufgaben. Zu Beginn seiner Amtszeit im Juli war es noch vorrangig darum gegangen, den Kader weiter zu verstärken. „Wir haben nach dem Start einige Korrekturen durchgeführt und einige Spieler geholt, die uns verstärkt haben“, sagt Ekiz. „Andere haben sich inzwischen gefangen.“ Der jüngste 1:0-Erfolg beim Tabellenzweiten sei ein Beleg dafür. „Dort haben wir ein super Spiel gemacht, obwohl einige wichtige Leute gefehlt haben.“

Ekiz sah sich zuletzt freilich nicht nur die Gegner an. „Wir sondieren auch den Markt“, betont er, stellt aber mit Blick auf das letzte Spiel des Jahres am Samstag (14 Uhr) zu Hause gegen Spitzenreiter Waldhof Mannheim klar: „Zuerst haben wir noch ein sehr wichtiges Spiel vor der Brust. Danach werden wir schauen, ob wir noch ein, zwei Leute holen, wenn überhaupt.“ Bedarf besteht offenbar rechts hinten und links vorne.

Der Blick richtet sich aber auch auf den eigenen Kader, der aktuell 28 Spieler umfasst. „Das sind durchaus viele“, meint der Sportliche Leiter. „Da müssen wir reinhorchen, ob der eine oder andere Spieler unzufrieden ist und eine andere Herausforderung sucht.“ Konkret sei diesbezüglich aber derzeit nichts.

Unabhängig von möglichen personellen Änderungen ist Ekiz davon überzeugt, dass die Mannschaft ihren „positiven Weg fortsetzen“ und den Klassenerhalt schaffen wird.

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Nach dem jüngsten 1:0-Erfolg in Steinbach (Ekiz: „Das war hochverdient“) wartet auf den SC Hessen Dreieich, der als 15. der Tabelle nur einen Zähler hinter dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz liegt, am Samstag mit Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim „wieder ein Brocken“, wie Ekiz betont. „Allerdings hatten sie zuletzt auch ein, zwei Ausrutscher.“

So spielten die Mannheimer in den vergangenen vier Begegnungen zweimal unentschieden – gegen Schlusslicht FC Astoria Walldorf sowie die TSG 1899 Hoffenheim II (jeweils 3:3). Im Hinspiel führte Dreieich zweimal, verlor aber noch mit 2:4. „Wir rechnen uns schon etwas aus“, sagt Ekiz selbstbewusst. „Und nach dem Spiel stecken wir die Köpfe zusammen und überlegen, ob wir in personeller Hinsicht noch etwas machen.“

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