Trainer Bommer lässt prominenten Zugang vor der Abwehr agieren

SC Hessen: Pezzoni soll gegen Homburg abräumen und ankurbeln

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Dreieichs jüngster Neuzugang Kevin Pezzoni - zum Zeitpunkt dieser Aufnahme noch für den 1. FC Köln in der zweiten Bundesliga aktiv - soll für den SC Hessen vor der Abwehr agieren.

Offenbach -  Beide sind Aufsteiger. Das war es dann aber schon an Parallelen zwischen dem SC Hessen Dreieich und dem SC Homburg, die sich am Samstag (14 Uhr) in der Fußball-Regionalliga Südwest duellieren. „Man muss sich nur den Etat anschauen“, weist Dreieichs Trainer Rudi Bommer auf einen der größten Unterschiede hin.  Von Christian Düncher 

Homburg hatte schon in der vergangenen Oberliga-Saison eine Profi-Truppe beisammen und zahlt bekanntlich großzügige Gehälter. Folge: mit 96 Punkten aus 36 Spielen und 112 geschossenen Toren wurde das Team souverän Meister und mischt nun abermals vorne mit. Nach sieben Spieltagen ist der Ex-Bundesligist mit 15 Punkten Zweiter hinter Mannheim. Dreieich (ein Punkt) ist hingegen Letzter.

„Homburg hat eine bärenstarke Mannschaft und ist Favorit“, sagt Bommer, erinnert jedoch an seine Zeit als Bundesliga-Profi. „Ich habe früher gegen Bayern München gespielt. Die waren auch damals Meister. Trotzdem haben sie mal bei uns in Düsseldorf sieben Stück kassiert. Es geht darum, ob ich so ein Duell annehme und bereit bin, jemand zu bekämpfen.“ An der Einstellung seiner Spieler hatte Bommer bisher allerdings nichts zu bemängeln: „Die Jungs marschieren bis zum Schluss.“ Aber im Laufe der Partien machte sich irgendwann bemerkbar, dass es sich beim Großteil der Akteure um Amateure handelte.

Inzwischen hat der SC Hessen reagiert, auch weil einige Profis hinzugekommen sind. So wird dienstags nun auch vormittags trainiert. Zur ersten Einheit kamen 15 Spieler, einige hatten sich dafür extra freigenommen, was Bommer beeindruckte. „Wir werden das auf jeden Fall beibehalten, auch wenn es künftig nur zehn Spieler sein sollten“, kündigte der Trainer an.

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Einer, der zu den Profis im Kader zählt, ist der jüngste Zugang Kevin Pezzoni. Der ehemalige Bundesligaspieler könnte im Abwehrzentrum agieren, soll aber, da der SC Hessen zuletzt mit dem Innenverteidigerduo Dominic Rau und Denis Streker „sehr stabil“ (Bommer) stand, im Mittelfeld eine Mischung aus Abräumer und Angriffsinitiator sein. „Er kann den Ball gut und schnell nach vorne spielen und wird uns mit seiner Erfahrung gut tun. Er wird ein wichtiger Baustein sein“, sagt Bommer über den Defensivspieler, der in einer sehr guten körperlichen Verfassung sei.

Pezzoni hatte zuletzt beim griechischen Erstliga-Verein Apollon Smyrnis trainiert, zu dem er ursprünglich gewechselt war. Weil es dort jedoch Probleme gab, löste er den Vertrag nach kurzer Zeit auf. „Er hat in Griechenland alle Einheiten absolviert“, betont Bommer. Dagegen ist der Einsatz des erst kürzlich vom FC Homburg nach Dreieich gewechselten Kai Hesse (Wadenprobleme) fraglich.

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