Kickers geben sich kämpferisch

Mit aller Macht zum ersten Sieg

+
OFC-Außenverteidiger Marc Stein (rechts, beim Spiel in Halle) bekommt am Samstag eventuell einen neuen Vordermann.

Offenabch - Auftaktniederlage in Halle und Machtkampf an der Spitze des Klubs – das alles scheint die Drittliga-Fußballer der Offenbacher Kickers vor dem ersten Pflichtspiel im Sparda-Bank-Hessen-Stadion am Samstag (14 Uhr) gegen den VfB Stuttgart II nicht sonderlich zu interessieren. Von Christian Düncher

„Wir freuen uns alle sehr auf das erste Heimspiel im neuen Stadion“, betont der Sportkoordinator der Kickers, Ramon Berndroth, und stellt mit Blick auf das Einweihungsspiel von vergangener Woche gegen Bayer Leverkusen (0:3) klar: „Das war alles schön und gut, aber jetzt geht es um Punkte.“

Bislang haben die Kickers noch keinen Zähler auf ihrem Konto und auch noch kein Tor erzielt. Trainer Arie van Lent empfindet die Auftaktpleite in Halle (0:1) immer noch als ärgerlich, hat den Blick jedoch längst nach vorne gerichtet. „Wenn das Spiel am Samstag anfängt, müssen wir uns ein bisschen steigern“, sagt der 41-Jährige. In Halle habe seine Mannschaft „in Unterzahl zwar noch ein gutes Spiel abgeliefert“ und wäre fast mit einem Punkt belohnt worden. Zufrieden war der Trainer aber freilich nicht. Gegen den VfB Stuttgart II „wollen und müssen wir etwas ändern“, sagt van Lent.

Arie van Lent vor dem Spiel gegen Stuttgart

OFC-Trainer Arie van Lent äußert sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Stuttgart zur Aufstellung und welchen Einfluss der Machtkampf in der Führunsspitze auf die mannschaft hat.

Zum Video

Die erste Änderung betrifft den personellen Bereich. Da André Hahn nach dem Platzverweis in Halle für drei Spiele gesperrt wurde, ist links in der Offensive ein Wechsel erforderlich. Zugang Marcel Avdic, der in Halle eingewechselt wurde, ist hier offenbar die erste Wahl. „Wir haben ihn für außen geholt, er kann auf beiden Seiten spielen“, betont van Lent. „Es ist aber egal, wer für André Hahn aufläuft. Wir müssen den Fehler aus dem Spiel in Halle wieder gut machen.“

Van Lent beschreibt den Gegner als eine Mannschaft, „die technisch und taktisch auf einem hervorragenden Stand ist“, will sich aber nicht nach den Gästen richten. Im Gegenteil. „Wir werden mit aller Macht versuchen, das Spiel zu gewinnen. Dafür brauchen wir aber auch die Fans.“ Mit Blick auf den Machtkampf um das vakante Amt des Vereins-Präsidenten sagt der Trainer: „Ich hoffe, dass sich die Stimmung nicht negativ auf das Spiel auswirkt und die Leute die Mannschaft unterstützen, anstatt sich an diesem Kleinkrieg zu beteiligen.“

Am Samstag ist mit ersten Aktionen der Fans in Richtung der beiden Präsidentschaftskandidaten zu rechnen. Wobei eine Tendenz derzeit schwer abzuschätzen ist. Dr. Frank Ruhl wird am Samstag nicht im Stadion sein, er befindet sich noch im Urlaub. Er konnte sich daher auch nicht in den Sitzungen von Verwaltungs- und Aufsichtsrat zu den Vorwürfen von Thomas Kalt äußern. Das wird in den nächsten Wochen sicher nachgeholt.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare