Konsequenter Schritt

Kommentar zu Spahn-Rücktritt

Helmut Spahn tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als OFC-Präsident zurück.

Beruf, Familie und Ehrenamt - was selbst bei Gesangvereinen schwierig genug zu vereinbaren ist, war am Ende für Helmut Spahn nicht mehr unter einen Hut zu bringen. Von Jörg Moll

Der Entschluss des sofortigen Rücktritts ist angesichts der außergewöhnlichen Situation - Spahn weilte fünf Tage die Woche in Zürich, flog häufig wochenlang für die FIFA durch die Welt - und dem Wunsch nach mehr Zeit für die Familie nachvollziehbar. Nur der Zeitpunkt überrascht. Schließlich war die interne Aufteilung seit mehr als einem Jahr bekannt. Die Stellung in Offenbach hielten Michael Relic und Co.

Der OFC verliert in Spahn einen eloquenten, weltmännischen, durchaus streitbaren Präsidenten. Einen Mann klarer Worte, der bereit war, in kritischen Zeiten im November 2015 Verantwortung zu übernehmen. Zuletzt aber musste er immer häufiger mit der Kritik leben, forsche Aussagen zu treffen („Ziel ist der Aufstieg“, „Wir wollen den Etat um 50 Prozent erhöhen“), die ersehnte Entwicklung des Klubs aber selbst zu selten aktiv vorantreiben zu können. Das verhinderte die persönliche Situation. Spahn hat das erkannt und die Reißleine gezogen. Insofern ist sein Rücktritt konsequent.

Bilder: Die Geschichte von Kickers Offenbach im Fan-Museum

Waldemar Klein selbst setzte sich dafür ein, dass die Büste ins Museum kommt.

Die Büste ist im Museum kaum zu übersehen.

Die Kickers waren der erste Zweitligist, der den DFB-Pokal gewinnen konnte.

Die wohl auffälligste Vitrine im Fan-Museum.

Eine Original-Eintrittskarte vom Finale in Hannover.

Der Helm war eine Spezialanfertigung für den Kopf von Robert "Wulle" Wulnikowski.

Zwischen internationalen und nationalen Ansteckern erinnert ein Programmheft an die USA-Reise des OFC.

Der Ball war ein Geschenk der Henninger-Brauerei, die den Kickers so zum Aufstieg 1983 gratulierte.

An der Decke des Museums lassen sich viele verschiedene Bälle entdecken.

Die Eintrittskarte zum einzigen Europapokal-Spiel der Kickers.

Die ältesten Eintrittskarten aus dem Museum von den Gruppenspielen um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1954/55.

Stadionmagazine zeigen den Wandel der Zeit.

Eine Ausgabe vom Kickers Express von 1964.

Schon äußerlich dreht sich alles um den OFC.

Wie schwierig es ist, einen Profiverein zu managen, wenn man nur zeitweise vor Ort ist, hat auch Thomas Kalt erlebt. Der ehemalige Geschäftsführer, Inhaber einer Firma in Cottbus, hatte von 2010 bis 2012 die Profi GmbH häufig genug aus der Entfernung geführt. Mit fatalen Folgen bis heute.

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