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Kommentar: Signal zum Aufbruch beim OFC bleibt aus

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Jörg Moll

Die Einigung mit Großgläubiger Frank Ruhl taugt nicht als Symbol des Aufbruchs. Dafür ist die Thematik emotional zu aufgeladen. Umso mehr fällt auf, dass ein echtes Signal an die Mitglieder der Offenbacher Kickers ausblieb. Von Jörg Moll

Präsidiumssprecher Michael Relic vermied tunlichst markige Aussagen und Visionen. Schatzmeister Daniel Simons Spruch, dass der „schlafende Riese“ bald zu erwecken sei, war in der Vergangenheit zu oft bemüht worden. Und so blieb das diffuse Gefühl, dass sich der OFC trotz großer Bemühungen enorm schwertut, vom Fleck zu kommen. Und das, obwohl neben der Einigung mit Ruhl auch vielversprechende Gespräche mit dem zweiten Großgläubiger Thomas Röder im Gange sind.

Womöglich aber war die Zurückhaltung des Vorstands auch nur den Folgen des hastigen Rücktritts von Präsident Helmut Spahn im Herbst 2018 geschuldet. Dessen Ursachen waren doch gravierend. Das verrieten verdächtige Nebensätze, etwa von Christopher Fiori. Der Geschäftsführer hatte eingeräumt, dass ein ihm fest zugesagtes lukratives Freundschaftsspiel im Etat verankert war. Weil es ausblieb, war die Not groß.

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Erst Zuwendungen von Gremiumsmitgliedern und Vereinsfreunden in Höhe von 500.000 Euro stopften das Loch. Der Vorgang ist zwar beachtlich - aber eben alles andere als ein Signal für eine bessere Zukunft.

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