Ligarivalen zweifeln nicht am OFC

„Kickers Offenbach wird es machen“

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Die OFC-Profis jubeln in Homburg über den Sieg.

Offenbach - Die Frage muss inzwischen erlaubt sein: Wer soll die Offenbacher Kickers in der Regionalliga Südwest diese Saison eigentlich noch stoppen? Scheinbar unbeirrt zieht der OFC an der Spitze seine Kreise und liegt sogar auf Rekordkurs. Von Christian Düncher 

Dass der 1:0-Sieg im Nachholspiel beim FC Homburg am Ende glücklich war: geschenkt. Für Mittelfeldspieler Klaus Gjasula war es ein klares Signal an alle anderen Regionalligisten: „Kickers Offenbach ist da und wir werden es machen.“

Auch von den Ligarivalen im Südwesten zweifelt kaum einer daran, dass sich der OFC angesichts von elf Punkten Vorsprung auf Platz drei bei 18 noch zu vergebenden Zählern für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga qualifiziert. Nach dem Koblenzer Trainer Petrik Sander wünschte auch Homburgs Coach Jens Kiefer den Kickers alles Gute für die Relegation. „Ich hoffe, dass ihr es packt – für euch und für uns“, sagte der FCH-Trainer, der kommende Saison ungerne wieder auf den OFC treffen würde. Denn die Kickers sind aktuell einfach zu gut für diese Liga.

Das Spiel in Homburg im Video

Aufgrund der Drangphase des FCH in den letzten 20 Minuten und einiger brenzliger Situationen war der 1:0-Sieg glücklich. Letztlich hatte der OFC die Partie beim Tabellenfünften aber 70 Minuten kontrolliert und es lediglich versäumt, das 2:0 nachzulegen. Die Zahlen sprechen jedenfalls für sich: 27 Punktspiele in Folge sind die Kickers unbesiegt, haben seit 559 Minuten keinen Gegentreffer kassiert. Der Schnitt von 2,5 Zählern pro Partie ist der beste in allen fünf Regionalliga-Staffeln. Mit 69 Punkten ist der OFC zudem bei sechs noch ausstehenden Begegnungen auf dem Weg, den Rekord der SGS Großaspach (75) aus der Saison 2013/14 zu knacken. Im Optimalfall könnte schon in anderthalb Wochen zu Hause gegen den 1. FC Saarbrücken (2.) die Qualifikation für die Aufstiegsspiele klargemacht werden.

OFC-Zeugnis gegen Homburg

Das OFC-Zeugnis gegen Homburg

Das alles ist umso beachtlicher, da immer wieder Ausfälle verkraftet werden müssen und die Spieler in körperlicher Hinsicht teilweise über ihre Grenzen gehen. Stürmer Markus Müller hielt in Homburg die letzten 15 Minuten trotz Magenkrämpfen durch. Siegtorschütze Giuliano Modica war aufgelaufen, obwohl ihn seit einigen Tagen Adduktorenprobleme plagen. „Das ist die Folge der Englischen Wochen. Aber die sind ja am Sonntag vorbei“, sagte er mit Blick auf die Partie in Mannheim, nach der es im Sieben-Tage-Rhythmus weitergeht.

Für das brisante Südwest-Derby gibt es einen Sonderzug (Hin ab Offenbach Hauptbahnhof 10:39 Uhr, zurück ab Mannheim Hauptbahnhof 17:13 Uhr). „Diese Partie ist für unsere Fans sehr wichtig, da wollen wir nachlegen“, so Kapitän Daniel Endres. Allerdings müssen in Mannheim erneut personelle Probleme gelöst werden. Martin Röser (Adduktorenprobleme) droht weiter auszufallen. Da Denis Mangafic (Gelb-Rot) definitiv fehlt, müsste das gesamte Stammduo auf der rechten Seite ersetzt werden. „Auch das werden wir lösen“, sagte Trainer Rico Schmitt.

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