Offensivspieler Kandidat fürs linke Mittelfeld

Avdic ist plötzlich eine echte Option

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Marcel Avdic hat sich für den Rest der Saison einiges vorgenommen: „Ich habe mich inzwischen eingelebt, fühle mich richtig gut und hoffe, dass ich in den Testspielen überzeugt habe“, sagt der Offensivspieler der Offenbacher Kickers.

Offenbach - Vom Verlierer der ersten Saisonhälfte zu einem der Gewinner der Vorbereitung auf den Restteil der Runde: Der 21-jährige Marcel Avdic hat bei den Offenbacher Kickers ein Wechselbad der Gefühle hinter sich. Jetzt will er durchstarten. Von Christian Düncher

„Langsam wird es ja auch mal Zeit dafür“, sagt er. Seine Bilanz ist zweifelsohne ausbaufähig: In den bislang 21 Punktspielen des OFC kam Marcel Avdic nur achtmal zum Einsatz, dabei wurde er zweimal aus- und fünfmal eingewechselt. Zu wenig für einen Spieler, der in der Runde zuvor beim Ligakonkurrenten Spvgg. Unterhaching (32 Spiele, sieben Tore) noch zu den Stammkräften gehört hatte. „Es war auch Pech dabei“, sagt Avdic über sein erstes halbes Jahr beim OFC. „Ich war in der Vorbereitung verletzt und habe das dann lange mitgeschleppt.“

Trainer Arie van Lent berief Avdic teilweise nicht in den Spieltagskader, ließ ihn aber nie fallen. „Marcel wird für uns noch sehr wichtig sein“, hatte der Fußball-Lehrer gegen Ende der Hinrunde gesagt. Geglaubt hat ihm damals niemand. Vor dem ersten Spiel nach der Winterpause, heute Abend (19 Uhr) bei Arminia Bielefeld, ist Avdic nun ein ernsthafter Kandidat für einen Platz in der Startelf. „Er ist eine Überlegung wert“, sagt van Lent.

„In der Vorbereitung endlich getroffen“

Avdic könnte für den zum Erstligisten FC Augsburg gewechselten André Hahn im linken Mittelfeld zum Einsatz kommen. Zumal der kürzlich verpflichtete Theodor Vogelsang noch etwas Rückstand hat und Fabian Bäcker seine Stärken eher auf einer anderen Position hat. „Er hat zwischendurch links gespielt, als André Hahn verletzt war“, sagt van Lent über Bäcker. „Zur Not kann er da auch eingesetzt werden. Aber ganz vorne gefällt er uns besser. Er kam ja später zum Kader und wird immer sicherer. Vor allem hat er in der Vorbereitung endlich getroffen.“

Das gilt auch für Avdic. Bei seinen acht Einsätzen für die Kickers im vergangenen Jahr gelang ihm kein einziges Tor. 2013 hat er hingegen schon den einen oder anderen Treffer erzielt, wenn auch nicht in Pflichtspielen. Unter anderem markierte er Anfang Januar beim vom OFC gewonnenen Hallenturnier um den „Frankfurt Cup 2013“ Sekunden vor dem Ende der Auftaktpartie gegen den FC St. Pauli das wichtige 3:3. „Ich war torgeil und habe mit diesem Treffer ein Zeichen gesetzt, dass ich noch da bin“, sagt der gebürtige Karlsruher rückblickend.

Kritik des Trainer zu Herzen genommen

Wenige Tage später legte er beim 3:3 im Test beim FC Ingolstadt ein weiteres Tor nach - per Kopf. „So ein Ding macht man nur, wenn man lange Wege geht“, lobte van Lent damals. Avdic hat sich die Kritik des Trainer an seinem Umschaltverhalten zu Herzen genommen. „Es war nicht unbedingt meine Position. Ich bin aber in den Strafraum. Die Flanke kam gut und ich habe den Ball optimal getroffen“, freut sich die Nummer 21 des OFC. Ohnehin ist er „gut drauf“ - auch körperlich. Unter anderem macht Avdic nach jedem Training noch eine halbe Stunde Stabilisationsübungen – wie einige andere Spieler auch. „Der Trainingsfleiß der Jungs ist hervorragend“, sagt van Lent. „Dafür ein großes Lob. Es könnte aber noch größer sein, wenn wir das auch alles immer auf dem Rasen rüberbringen.“ Das gilt auch für Marcel Avdic.

OFC-Neuzugang Marcel Avdic

Marcel Avdic war der zweite Neuzugang für die kommende Saison. Der Flügelflitzer will sich beim OFC  durchsetzen und einen Stammplatz im Team. Durch seine lockere Art hat er das Zeug zum Publikumsliebling. Im Video-Interview sprach er über seine Ziele.

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