Keine Entwicklung bei Verhandlungen

Bäcker begeistert von „Peitsche im Nacken“

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Sein Vertrag beim OFC läuft aus: Fabian Bäcker.

Offenbach - Morgen endet auch für die Fußball-Regionalligisten die zweite Transferphase der Saison. Bei den Offenbacher Kickers wird es aller Voraussicht nach keine Bewegung mehr geben, was durchaus als positiv zu werten wäre. Von Christian Düncher 

Bereits bei der Vorstellung von Markus Müller war klar, dass er der einzige Winterzugang bleibt. Und außer Taira Tomita aus dem erweiterten Kader (wechselt zu Dynamo Dresden II) wollten die Verantwortlichen des OFC ohnehin keinen Akteur mehr abgeben, erst recht keinen Leistungsträger.

Einer der aufgrund seiner bisherigen Saisonbilanz (15 Spiele, sieben Tore, fünf Vorlagen) zumindest in das Blickfeld anderer Klubs – auch aus der 3. Liga – rückte, ist Fabian Bäcker. Dass der Publikumsliebling und Führungsspieler den OFC kurzfristig verlässt, ist jedoch unwahrscheinlich. „Es war relativ ruhig. Natürlich gab es da mal den einen oder anderen Kontakt. Aber das ist normal. Konkret war nichts“, sagt der 23-Jährige.

Die Kickers denken ohnehin nicht daran, ihren derzeit besten Offensivspieler abzugeben. Im Gegenteil. Bäcker zählt zu den Akteuren, denen man bereits Ende 2013 mitgeteilt hatte, dass großes Interesse daran besteht, die auslaufenden Verträge zu verlängern. Ende der Woche könne laut Geschäftsführer David Fischer möglicherweise in einem Fall Vollzug gemeldet werden. Den Namen wollte er noch nicht nennen. Dass es sich dabei um Bäcker handelt, ist aber unwahrscheinlich.

„Wir haben noch ewig Zeit“

Der ehemalige Bundesligaprofi (zwei Erst-, ein Zweitligaspiele für Mönchengladbach und Aachen) hatte Anfang des Jahres zwar betont, dass der OFC sein erster Ansprechpartner sei und er sich in der Region wohlfühle. Die Verhandlungen sind jedoch offenbar etwas ins Stocken geraten. „Es hat sich nicht so viel verändert – weder im Negativen, noch im Positiven“, sagt Bäcker, der darin aber kein Problem sieht. „Wir haben noch ewig Zeit, stehen also nicht unter Druck.“

Die Entwicklung in Offenbach bewertet Bäcker positiv. „Man hat in der Endphase der ersten Saisonhälfte gesehen, was für ein Potenzial wir haben.“ Vor allem die Leistung beim 4:0 gegen Koblenz sei „ein klares Statement“ gewesen. „Wir haben uns als Team intern und auf dem Platz entwickelt. Indem wir gemeinsam die schwierige Phase mit acht Spielen ohne Sieg durchgestanden haben, sind wir zusammengerückt. Das schafft Vertrauen. Inzwischen weiß auch jeder, was der Nebenmann auf dem Platz macht und kennt die Laufwege.“

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Auf Markus Müller trifft das bislang nur bedingt zu. Der Zugang trainiert erst seit wenigen Wochen mit den Kickers. Bäcker sieht in dem Angreifer aber bereits eine Bereicherung: „Er ist ein Spielertyp, wie wir ihn noch nicht hatten. Christian Cappek hat Wucht und Durchsetzungskraft, ich bin wendig und schnell. Und Markus Müller hat seine Stärken in der Luft. Wenn er köpft, hat er eine richtige Peitsche im Nacken.“ Für die Nummer elf der Kickers bedeutet das, dass er wohl wieder vom Zentrum auf die bevorzugte Außenbahn wechseln wird. Dort hatte er die Mehrzahl seiner 15 Saisoneinsätze. „Ich bin zufrieden, ohne dabei jedoch behaupten zu können, dass das bislang meine beste Hinrunde war“, scherzt Bäcker. Man darf von ihm also noch einiges erwarten.

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