OFC Gedränge im Kader sorgt für Gesprächsbedarf / Dierßen erster Verlierer

Barletta moderiert Härtefälle

Startelf gegen Bahlingen, Tribüne in Großaspach? Auch Stürmer Moritz Reinhard (Mitte) bekommt den scharfen Konkurrenzkampf im Kickers-Kader zu spüren.
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Startelf gegen Bahlingen, Tribüne in Großaspach? Auch Stürmer Moritz Reinhard (Mitte) bekommt den scharfen Konkurrenzkampf im Kickers-Kader zu spüren.

Offenbach – Als Angelo Barletta in der Spieltags-Pressekonferenz von einem Medienvertreter gefragt wurde, ob der Kader der Offenbacher Kickers für die Mammutsaison in der Fußball-Regionalliga Südwest ausreiche, lächelte er durchaus gequält. Der Trainer der Offenbacher Kickers, der 28 Spieler (darunter vier Torhüter) betreut, hat schon vor dem heutigen zweiten Spieltag bei der SG Sonnenhof Großaspach (19 Uhr) erste Härtefälle zu moderieren.

Zwar fallen in Abu Bakarr Kargbo (Kreuzbandriss), Maurice Pluntke (Reha nach Knie-OP) und Marco Fritscher (OP nach Pferdekuss im Oberschenkel) drei Akteure aus, doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass einige schnell ungeduldig werden könnten.

Maik Vetter etwa, in der Rückrunde der vergangenen Saison noch Kapitän, blieb gegen Bahlingen zunächst außen vor. „Das hatte rein sportliche Gründe“, betonte Barletta: „Wir haben das besprochen, Maik ist ein Supertyp, er hat es akzeptiert.“ Der Coach sieht Vetter auf der „Acht“ oder der „Zehn“, nicht mehr auf den Außenbahnen, wie einige Amtsvorgänger. Im Zentrum aber ist das Gedränge groß: Luigi Campagna ist auf der „Sechs“ gesetzt, dazu kommen Tunay Deniz und Serkan Firat. Gegen Bahlingen machten die eingewechselten Luka Garic und Denis Huseinbasic Betrieb. Beide punkten damit, dass sie die U23-Regel, wonach jeder Verein vier für eine DFB-Auswahl spielberechtigte Akteure unter 23 Jahren im Kader haben muss, erfüllen.

Ein erster Verlierer im Kampf um die Stammplätze ist Tim Dierßen. Der Mittelfeldspieler, im vergangenen Winter von Hannover 96 II gekommen, stand gegen Bahlingen gar nicht im Kader - und dürfte auch heute (19 Uhr) im ersten Gastspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach Schwierigkeiten haben, ins 18er-Aufgebot zu rücken. „Auch das hat rein sportliche Gründe“, versichert Barletta.

Und die nächsten Härtefälle warten auch schon auf Moderation durch den Trainer. Schließlich deutet viel darauf hin, dass Zugang Mathias Fetsch ins Angriffszentrum rückt, der wieder genesene Florent Bojaj („Ich bin froh, dass er wieder dabei ist“) dürfte auf der Bank platznehmen. Und damit die Angriffsbesetzung des ersten Spieltages auf die Tribüne zwingen. Der lauf- und einsatzfreudige, im Torabschluss aber glücklose Moritz Reinhard hatte gegen Bahlingen begonnen, später kam Pelle Hoppe ins Spiel. Der 21-Jährige konnte allerdings keine Werbung in eigener Sache betreiben und hat heute sicher nicht die besten Aktien.

„Wir werden jeden Spieler benötigen“, fordert Barletta, der einräumt, in dieser Phase der Saison kein Freund großer Rotation zu sein. Der Spielplan wird ihm recht geben. In der kommenden Woche steht die erste „Englische Woche“ an. Dann wird Barletta womöglich anderen erklären müssen, weshalb sie in Pirmasens außen vor sind.

Von Jörg Moll

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