„Beobachter“ Rode hat derzeit keine Eile

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Sebastian Rode.

Offenbach ‐ Der Jüngste ist derzeit bei den Offenbacher Kickers am meisten gefordert: Sebastian Rode, das 19-jährige Mittelfeldtalent des OFC, pendelt nach seiner Kreuzband-Operation momentan nicht nur zwischen Reha und Mannschaftstraining, sondern befindet sich auch noch mitten in der heißen Vorbereitungsphase auf das Abitur. Von Christian Düncher

Drei Klausuren muss der Blondschopf zwischen dem 16. und 26. März schreiben. Ein anspruchsvolles Programm, das ihm aber keine Probleme bereitet. „Das Pensum geht eigentlich“, meint er. „Und danach sind ja zum Glück ohnehin erstmal Osterferien.“ Für Rode bedeutet das: Mehr Zeit fürs Training. Und das kommt dem Techniker gerade recht. Denn nach der knapp sechsmonatigen Verletzungspause will Rode nun „mehr und mehr einsteigen“. Schließlich muss der ehemalige U19-Nationalspieler einiges nacharbeiten.

„Die Kraft fehlt natürlich noch ein bisschen“, gibt Rode zu. „Aber das Knie sieht gut aus. Ich habe absolutes Vertrauen in die Stabilität, auch wenn ich noch keine Zweikämpfe bestritten habe. Der Trainer passt schon auf, dass ich nicht zu viel mache.“

Unter Wolf ist Rode bei den Spielen lediglich Zuschauer

Wolfgang Wolf ist bereits der dritte Trainer, den Rode diese Saison beim OFC erlebt. Unter Hans-Jürgen Boysen hatte er neun Spiele (ein Tor) absolviert, ehe ihn im September 2009 im Spiel beim SV Werder Bremen II ein Kreuzbandriss stoppte. Auf Boysen (wechselte zum FSV Frankfurt) folgte Steffen Menze – und auf Menze vor wenigen Wochen Wolf. Rode bekam das alles „nur als Beobachter“ mit. „Unter Steffen Menze habe ich ja so gut wie gar nicht trainiert“, sagt er. Und auch unter Wolf ist Rode zumindest bei den Spielen lediglich Zuschauer. „Wenn man auf der Tribüne sitzt, kribbelt es schon in den Füßen“, gesteht er. „Die jüngsten Heimsiege gegen Burghausen und Bremen waren aber Balsam für die Seele.“

Erstmal auf das Abitur konzentrieren

Gefreut hat sich Rode auch darüber, dass ihm Wolf zutraut, bereits Ende März eine Alternative zu sein. Wenn alles optimal läuft: „Es ist schön zu hören, dass der Trainer so mit mir plant. Genau kann man das aber nie vorhersagen. Durch den Frost sind die Plätze wieder hart, da muss ich mich etwas zurücknehmen. Die Ärzte gehen jedenfalls davon aus, dass ich Anfang April wieder voll ins Training einsteigen kann.“

Bis dahin will sich Rode auch noch nicht mit dem Angebot der Kickers beschäftigen, seinen bis 2011 laufenden Vertrag vorzeitig zu verlängern. „Ja, es gab eine Kontaktaufnahme“, bestätigte der talentierte Mittelfeld-Allrounder. „Ich will mich aber erstmal auf das Abitur konzentrieren und sehen, wie das Knie hält. Vor April wird da nichts entschieden. Da der Vertrag nach der Saison nicht ausläuft, ist auch keine Eile geboten.“ Reha, Training und Abi - das ist erstmal genug.

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