OFC-Urgestein trifft erstmals auf seinen Heimatverein

Besondere Premiere für Sascha Korb

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Rot-weißes Trikot, aber ohne Kickers-Emblem: Sascha Korb ist seit dieser Saison für Kassel am Ball.

Offenbach - Im Hinspiel hatte er verletzt gefehlt. Am Sonntag (14 Uhr) kommt es nun jedoch zum Wiedersehen: Sascha Korb, der die Offenbacher Kickers im Sommer nach 19 Jahren hatte verlassen müssen, gastiert mit Hessen Kassel im Sparda-Bank-Hessen-Stadion. Von Christian Düncher

Der Abschied tat weh, aber der Wechsel hat sich ausgezahlt. Bis vergangenen Sommer hatte Sascha Korb nie für einen anderen Klub gespielt als Kickers Offenbach. Weil Trainer Oliver Reck anders plante, war sein Vertrag jedoch nicht verlängert worden. „Das war schmerzhaft nach all den Jahren“, gibt er zu. Bei Hessen Kassel, Konkurrent des OFC in der Regionalliga Südwest, hatte man hingegen für den 23-Jährigen Verwendung und hat dessen Verpflichtung nicht bereut.

Korb, der beim OFC vergangene Saison zwischen Bank und Startelf gependelt hatte, ist bei den Nordhessen Leistungsträger, stand bei jedem seiner 17 Saisoneinsätze in der Anfangsformation. „Ich habe in Kassel einen anderen Stellenwert, spüre das Vertrauen des Trainers. Das hat mir in Offenbach ein Stück weit gefehlt“, sagt er und zieht einen Vergleich: „In dem Betrieb, in dem man die Ausbildung gemacht hat, wird man immer der Lehrling bleiben. Für mich persönlich war der Wechsel sehr gut.“ Für Kassel auch.

Korb spielt die seiner Meinung nach „beste Saison im Herrenbereich“, traf in 17 Spielen viermal und bereitete zwei Tore vor. Zum Vergleich: Für den OFC traf er in 104 Spielen bei den Aktiven nur einmal – für die Reserve. War er bei den Kickers zumeist Außenverteidiger, spielt er in Kassel regelmäßig im Mittelfeld. „Da bekommt man mehr Chancen. Und in der Jugend war ich ja Stürmer“, so Korb.

100 Prozent Emotionen: OFC-Abgänge verabschiedet

Nun trifft er erstmals auf seinen Heimatklub. „Die Vorfreude ist natürlich da, aber bislang fühlt es sich noch an wie vor jedem anderen Spiel. Das wird sich aber ändern, je näher die Partie kommt“, berichtet der gebürtige Offenbacher. Dass beim OFC in Stefano Maier und Daniel Endres zwei seiner besten Kumpels verletzt fehlen, trübt die Freude kaum. „Nachrichten gingen schon hin und her. Es sind ja noch andere Bekannte da. Und einige Zugänge kenne ich auch“, sagt Korb, den es an freien Tagen oft nach Offenbach zieht.

In Kassel stört man sich daran trotz der Rivalität zum OFC nicht. „Ich wurde gut aufgenommen, habe mit den Fans keine Probleme. Ich versuche immer, mich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Das kommt an“, so Korb. Ohnehin sei Kassel ein Team, das von Einsatz- und Laufbereitschaft lebe. So wie der OFC. „Kassel gegen Offenbach – das war immer eng und hitzig. So wird es auch diesmal sein.“ Bei seiner besonderen Premiere.

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